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Home arrow Bukasa Di Tutu arrow Ich liebe dieses Land - Offener Brief an "Kurier" und die Folgen...

Ich liebe dieses Land - Offener Brief an "Kurier" und die Folgen... PDF Print E-mail
Written by Afrikanet Redaktion   
Friday, 22 April 2005
Ein Antirassismus Aktivist, nämlich Dr. Bukasa Di Tutu wird von Rechtsextreme Skinheads am 13.April 2005 am Naschmarkt beschimpft, geprügelt und brutal niedergeschlagen. Wenige Tagesszeitungen (Der Standard, Wienerzeitung und die Presse) berichten darüber. Kurier und Kronen Zeitung, auflagenstärksten Tageszeitungen des Landes bleiben stumm. Ein Wiener fragt den "Kurier" warum die Zeitung nicht darüber berichtet hat und bekommt eine Antwort von Peter Lattinger, Stv. Chefredakteur und Ressortleiter Chronik die für Simon INOU, Koordinator von Afrikanet.info nicht befriedigend ist und sogar journalistisch beleidigend ist. In einem offenen Brief an "Kurier" will er nun wissen welche Rolle den Journalismus in einer Gesellschaft hat und bekomme eine emotionale und nervöse Antwort vom Kurier Herausgeber Peter Rabl. Lesen Sie nur....eine Antwort mit Folgen

Ingo Lantschner: Warum hat "Kurier" über den Angriff auf Dr. Bukasa, Antirassismus-Aktivist nicht berichtet? Eine Frage mit Folgen.....



Von:       ingo.lists@
Betreff:     [afrikanet] Blattlinie
Datum:     15. April 2005 22:40:53 GMT+02:00
leserbriefe@kurier.at
Antwort an: afrikanet@yahoogroups.com


Sehr geehrte Damen und Herren,

wie ich einer Onlineplattform, dem afrikanet entnehmen musste*), wurde in der Nacht auf Donnerstag den 14.4 der Anti-Rassismus-Aktivist Dr. Di-Tutu Bukasa bei einem rassistisch motiviertem Übergriff brutal zusammengeschlagen.

Was mich etwas verwundert, dass ich in der Printausgabe vom KURIER diesbezüglich nichts lesen konnte - sondern erst zufällig über eine an sich eher unbekannte Informationsquelle davon erfuhr.

 Da der KURIER es sonst nicht gerade verchweigt, wenn Schlechtes geschieht ("only bad news sells", scheint auch bei Ihnen ein wesentlicher Grundsatz zu sein) stellt sich für mich nun die Frage, warum justament dieser Vorfall nicht berichtet wird. Ist das Blattlinie,

Zufall, ....

 Mit der Bitte um Aufklärung verbleibe ich mit freundlichen Grüssen,
 Ingo Lantschner e.h.

 *) "musste" hier im doppelten Sinne: Zum einen wäre mir am liebsten, so etwas gar nicht lesen zu müssen, weil es nicht passiert. Wenn es dann aber passiert, dann muss ich im Internet nach Information darüber suchen.

Antwort vom Kurier an Ingo Lantschner


Von:       ingo.lists@v...
    Betreff:     [afrikanet] [Fwd: Dr. Bukasa]
    Datum:     20. April 2005 18:05:39 GMT+02:00
    An:       afrikanet@yahoogroups.com
    Antwort an:       afrikanet@yahoogroups.com


 -------- Original Message --------
 Subject: Dr. Bukasa
 Date: Wed, 20 Apr 2005 14:11:37 +0200
 From: Peter Lattinger <p.lattinger@kurier.at>
 To: <ingo.lists@vum.at>

 Sehr geehrter Herr Lantschner,

 bei der Recherche zu dem Vorfall haben sich mehrere Widersprüche zwischen den Schilderungen bei der Anzeige des Zwischenfalles bei der Polizei und den Angaben in einer Aussendung ergeben, sodass wir darauf verzichtet haben, den Vorfall zu reportieren. Es wäre uns nicht möglich gewesen, den wirklichen Sachverhalt herauszufinden.

Das hat nichts mit der Blattlinie zu tun oder ob wir das prinzipiell nicht für berichtenswert hielten - wir hatten gewisse Zweifel, ob sich der Vorfall wirklich so abgespielt hat wie geschildert und daher auf
Darstellung verzichtet.

 Mit freundlichen Grüßen
 Peter Lattinger

 Peter Lattinger
 Stv. Chefredakteur
 Ressortleiter Chronik
 

Reaktion von Simon INOU, Koordinator von Afrikanet.info



    Von:       simon.inou@gmx.at
    Betreff:     Fall Bukasa - Offene Antwort an "Kurier"
    Datum:     21. April 2005 00:34:03 GMT+02:00
    An:       p.lattinger@kurier.at, p.rabl@kurier.at, c.kotanko@kurier.at
    Cc:       seibane@no-racism.net, afrikanet@yahoogroups.com

Sehr geehrter Herr Lattinger,

Ich habe diesen Text von Ihnen über die Nicht-Berichterstattung des Falles Bukasa erhalten:

"Sehr geehrter Herr Lantschner, bei der Recherche zu dem Vorfall haben sich mehrere Widersprüche zwischen den Schilderungen bei der Anzeige des Zwischenfalles bei der Polizei und den Angaben in einer Aussendung ergeben, sodass wir darauf verzichtet haben, den Vorfall zu reportieren. Es wäre uns nicht möglich gewesen, den wirklichen Sachverhalt herauszufinden. Das hat nichts mit der Blattlinie zu tun oder ob wir das prinzipiell nicht für berichtenswert hielten - wir hatten gewisse Zweifel, ob sich der Vorfall wirklich so abgespielt hat wie geschildert und daher auf eine Darstellung verzichtet."

Es ist einfach beschämend so einen Kommentar von Ihnen zu erhalten. Sie schreiben, dass es Widersprüche gab und trotzdem haben Sie als Medium nicht weiter recherchiert um den Fall aufzuklären. Wozu nützt ein Medium, wenn es Widersprüche nicht darstellt und aufzuklären versucht? Ich habe geglaubt, dass Journalisten auch die Aufgabe hätten Widersprüche aufklären. Ich informiere Sie, dass eine Journalistin einer bekannten österreichisches Tageszeitung Augenzeugin war und darüber ausführlich nicht nur in einem Print sondern auch im ORF2 berichtet hat.

Sie schreiben "Sie hatten gewisse Zweifel ob sich der Vorfall so abgespielt hat wie geschildert". Der Betroffene wurde von Ihnen (oder Ihr Medium) nicht kontaktiert. Vielleicht hätten Sie ihre Kontakte bei der Polizei aktiviert und vielleicht sogar Protokolle des Vorfalles gelesen.In diesem Fall wäre Peter Grolig (Operation Spring Star Journalist mit Titeln wie "das Treiben der farbigen Dealer beenden" 17.3.1998) die geeignete Person. Er berichtet immer über kriminelle Ausländer und schwarzafrikanische Drogendealer.

Ich würde Sie bitten, in der Zukunft Ihre Arbeit seriöser zu machen und intelligente Argumente für Ihre Rechtfertigung zu suchen. Ich weiss, dass ein Boulevardmedium wie der Kurier nur auf dem Tod eines Afrikaners wartet, um grosse Schlagzeilen zu produzieren die sich gut verkaufen. Das Leiden eines Afrikaners, der von Skinheads beschimpft, verprügelt und  niedergeschlagen wurde hat anscheinend für Sie keine Informationswert. Viel Spass dabei...

Übrigens ein wichtiger Termin für Sie:
Diskussionsveranstaltung: Medienjustiz und die Kriminalisierung der African Communities. Do, 28.4., um 19 Uhr im Presseclub Concordia (Bankgasse 8, 1010 Wien)

Ausserdem können Sie auch http://www.afrikanet.info besuchen um mehr über den Fall Bukasa zu erfahren.

Mit freundlichen Grüssen

Simon INOU
Chefredaktion Radio Afrika International
Koordinator von Afrikanet.info

Kopie an:
Peter Rabl
Christoph Kotanko
Menschenrechts NGOs

Antwort von Peter Rabl, Herausgeber vom Kurier

    Von:       peter.rabl@kurier.at
    Betreff:     Re: Fall Bukasa - Offene Antwort an "Kurier"
    Datum:     21. April 2005 10:30:42 GMT+02:00
    An:       simon.inou@gmx.at
    Cc:       p.lattinger@kurier.at, c.kotanko@kurier.at, seibane@no-racism.net, afrikanet@yahoogroups.com


Sehr geehrter Herr Inou,

 es wäre einfacher, mit Ihnen zu diskutieren, wenn Sie sich den anmaßenden und vernadernden Ton abschminken könnten. Sie sind hier nicht das Urmeter oder der Lordsiegelbewahrer des Journalismus sondern extreme Partei und entsprechend eingeschränkt als Quelle relevant.

 Es wird Ihnen genau so wenig wie anderen gelingen, uns durch solche Attacken von der notwendigen Information über alle relevant gefährlichen kriminellen Erscheinungen abzubringen. Dazu gehört leider, dass der schwer gefährdende Handel mit Suchtgift offensichtlich zu einem beträchtlichen Teil von organisierter schwarzafrikanischer Kriminalität besorgt wird.

Vielleicht sollten Sie und Ihresgleichen sich eher mit dem kriminellen Phänomen und weniger mit der Berichterstattung darüber auseinander setzen.

 Besten Gruß
 Peter Rabl

Reaktion aus der Mailingliste seibane@no-racism.net


Betreff:     Re: [Seibane] Re: Fall Bukasa - Offene Antwort an "Kurier"
    Datum:     21. April 2005 18:23:20 GMT+02:00
    An:       peter.rabl@kurier.at, simon.inou@gmx.at
    Cc:       p.lattinger@kurier.at, c.kotanko@kurier.at, seibane@no-racism.net, afrikanet@yahoogroups.com

Es zeigt sich immer wieder: Am ehesten erkennt man die Denkweise an der Verwendung von Eigenschafts- und Umstandswörtern!!!
 
LG
Dietmar
--------------


Sehr geehrter Herr Rabl,
 
da bleibt einem wahrlich die Spucke weg, habe selten in so wenigen Zeilen eine solche Ansammlung an Arroganz angetroffen,
 
haben Sie das tatsächlich selbst geschrieben?
 
Auf eine Entschuldigung wartend,
 
Christian A.
Mensch, Noch-Österreicher
-------


Antwort von Florian Klenk, Redaktion Politik Falter


Sehr geehrter Herr Kollege Rabl,

jetzt hab ich ihren erstaunlichen, offenen Brief an Simon Inou gelesen (sie haben ihn in die Mailinglist "afrikanet" und damit an die Öffentlichkeit geschickt), da wollt ich Ihnen mitteilen, dass ich glaube, dass Herr Inou und "seinesgleichen", wie sie es nennen, sie nicht davon abbringen will über Kriminalität zu schreiben. Ganz im Gegenteil. Ihr Blatt sollte aber auch über Kriminalität berichten, die Afrikaner erleiden, weil sie
Afrikaner sind.

Ich glaube auch, dass die hohen Maßstäbe, die ihr Blatt an den Fall Bukasa legte, auch an die Berichterstattung über Drogendealer legen sollte. Was die Polizei sagt, stimmt halt so auch nicht immer so, wie es der Kurier gerne übernimmt.

Viele Wiener Afrikaner fühlen sich - meiner Meinung nach zu Recht - von Österreichs Journalisten mies behandelt, weil unser Boulevard sie  gerne in einen Topf mit Dealern wirft.  Eine entsprechende Kollage der Leserbriefe zum Fall Wague (der kein Dealer war, aber als solcher verdächtigt wurde) hatte ich diese Woche zusammengestellt - und ich finde sie erschreckend.

Dass Vertreter der "African Communities" angesichts solcher sprachlicher Übergriffe seitens österreichischer Massenmedien mitunter nicht so gelassen reagieren wie Sie es sich wünschen, ist  verständlich. Herr Bukasa lag tatsächlich schwer verletzt im Spital und es ist tatsächlich auch unsere journalistische Pflicht, über so einen Vorfall zu berichten und ihn dazu zu befragen anstatt ihm aufgrund von polizeilichen Protokollen zu
unterstellen, er habe den Vorfall vielleicht nur erfunden.  Herrn Inou Sympathie oder Agitation für Drogendealer zu unterstellen (was sie indirekt tun) finde ich unverschämt. Spielen sie doch nicht so die Diva, nur weil sie Herausgeber des Kurier sind.


mit freundlichen Grüssen
Florian Klenk  (ebensowenig lordsiegelbewahrer)

Von Ingo, Initiator dieser Emailkette


    Von:       ingo@
    Betreff:     Email an Simon Inou
    Datum:     21. April 2005 20:11:43 GMT+02:00
    An:       peter.rabl@kurier.at

Sehr geehrter Herr Rabl,
könnte ich das untige Email bitte schriftlich auf Papier mit Unterschrift haben? Denn so einfach mag ich nicht glauben, dass Sie solches verfasst haben.

Danke im Voraus, Ingo Lantschner.

Von Kojo Taylor, Gründungsmitglied des Panafrican Forum in Austria (PANAFA)

 Sehr geehrter Herr Rabl,
 
mit Ihrem Schreiben bezüglich “Warum hat "Kurier" über den Angriff auf Dr. Bukasa, Antirassismus-Aktivist nicht berichtet?“haben Sie bewiesen (sofern der Artikel tatsächlich von Ihnen stammt), mit welcher Arroganz in der Form eines Kolonialherren Sie hier die gesamte schwarze Bevölkerung in Misskredit bringen. Ich hätte gern einen sachlich fundierten Diskus von Ihnen erwartet.
 
Sie werden auch nicht verstehen, dass wir  nach einer langen Zeit der Beobachtung zu folgender Feststellung gekommen sind:
 
-  Je größer die Europäische Union wird, desto mehr nehmen die Exklusionen gegen Afrikaner zu.
 
-  Die Kriminalisierung der African Communities insbesonder der SchwarzafrikanerInnen sehen wir als Beginn einer Hetze gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe und dies stellt außerdem einen Verfassungsbruch dar.
 
Was Sie hier angeboten haben, ist ein Zeichen dafür, dass sie nicht in der Lage wären, hier ein leitbildliches Zeichen der Versöhnung zwischen Bürgern verschiedener Herkunft zu setzen, um soziale Frakturen jetzt und künftig zu verhindern. Es wäre vielleicht besser, sich dementsprechend  der ganzen Diskussion fern zu halten.


Kojo Taylor - PANAFA
Pan African Forum in Austria
http://www.panafa.at

Von Dr. Chibo Onyeji, Schriftsteller

----- Original Message -----
From: Chibo Onyeji
To: p.rabl@kurier.at
Cc: INOU ; p.lattinger@kurier.at ; c.kotanko@kurier.at ; seibane@no-racism.net ; afrikanet@yahoogroups.com ; Klenk@falter.at
Sent: Thursday, April 28, 2005 12:00 AM
Subject: Your 21 April 2005 mail to Mr. Inou

Dear Mr. Rabl:
 
Have you heard of Elfriede Jelinek? Since she is a famous Austrian I’ll assume that you have. Have you then, also, read her books or seen her plays, at least one of them? I strongly recommend that you do, especially the plays. Your response to Mr. Inou of 21 April 2005 reminds me a great deal of that Jelinek character who is constantly trying to uncover depth where there is only surface. And so does the routine treatment of black Africans on the pages of your newspaper. Jelinek is perhaps the most assiduous contemporary Austrian writer who has taken on the challenge of destroying the myth that is disingenuously peddled (for public consumption) by people like you and media like yours.
 
Jelinek aptly indicts this disingenuous bunch and their audience with “shallowness” while remaining painfully aware of the manipulative force of media representations of reality; of how, when we accept the representations without question, they erode our sense for depths. I RECOMMEND that you see Jelinek’s plays for the therapeutic value of watching (something of) your self from a distance. Hopefully, you’ll thereafter begin to see — in the same way a parent begins to see himself from watching his child who exhibits his personality traits. And you’ll also begin to understand why so many have responded the way they did to your shamelessly disingenuous attempt to “uncover depth where there is only surface”. I am really curious to know why a very smart editor like you would be inclined to divert attention from the massive physical assault on Dr. Di-Tutu Bukasa by six skinheads, so shortly after your unaccountable failure to report the crime in your paper. Were you (and your paper) privy to the plot?   
 
The question posed to you by Mr. Inou on 25 April 2005 is an excellent opportunity to dispel this suspicion. And you’ll dispel it beyond reasonable doubts if you’ll bring yourself to offer him the apology he deserves. I hope you do not shrug off this counsel thereby confirming your apparent lack of judgment. And please do not forget to see a Jelinek play — even if you’ve already seen one. Sometimes we need more than one viewing to actually begin to see… I’ll be glad to suggest which play you may begin with.
 
Chibo ONYEJI.

 

Vom Herrn S. Schandl, aus der Mailingliste seibane@no-racism.net



Von:       schandl.s.@gmx.net
    Betreff:     [Seibane] (kein Betreff)
    Datum:     22. April 2005 18:25:16 GMT+02:00
    An:       peter.rabl@kurier.at
    Cc:       seibane@no-racism.net

S. g. Hr. Rabl,

verstehen Sie mich bitte nicht falsch. ich möchte den Kurier, also Sie,
gewiss nicht davon abbringen, notwendige Informationen über alle relevant
gefährlichen kriminellen Erscheinungen unter das Volk zu bringen. Es ist die
vornehme Aufgabe des seriösen Mediums so zu tun. Was kriminell ist, die
Entscheidung darüber obliegt wohl unabhängigen Gerichten. Zu beuerteilen was
gefährlich ist, ist Privatsache. So wie ein seriöses Medium Privatsache ist,
Privatsache sein muß im Interesse des Eigentümers, vielleicht gerade mal
noch des Herausgebers. Einige Dinge sind mir mittlerweile unklar:

1. wessen Aufgabe ist es nun sich mit der Gefährlichkeit organisierter
schwarzafrikanischer Kriminalität auseinanderzusetzen? Aufgabe des Kurier
oder Aufgabe jedes Menschen, der schwarzer Hautfarbe ist?

2. wieso soll so eine Privatsache, wie den Kurier, noch jemand lesen, oder
gar kaufen, dessen Interesse eher öffentlichen Dingen gilt, denn den
Privatsachen des Kurier?

3. inwiefern sind prügelnde Skinheads nicht gefährlich?

Ich bin durchaus betroffen von Ihren Offenbarungen

m f G Dipl.Ing. S. Schandl

Reaktion von Grace Latigo, u.a. Künstlerin und Menschenrechtsaktivistin


    Von:       divagrace@gmx.at
    Betreff:     [afrikanet] Re: [Seibane] Re: Fall Bukasa - Offene Antwort an "Kurier"
    Datum:     22. April 2005 20:12:39 GMT+02:00
    An:       Seibane@no-racism.net, afrikanet@yahoogroups.com, peter.rabl@kurier.at
    Antwort an:       afrikanet@yahoogroups.com



guten tag herr rabl!
warum so aggressiv? oder doch getroffen? gehören sie vielleicht auch zu denjenigen journalisten, die felsen fest überzeugt sind, dass ihre berichterstattung bezüglich der auseinandersetzung mit hier lebenden afrikanerInnen ausreichend und gerecht ist? ihrer aggressiven und zynischen antwort nach ja . schade herr rabl, sie sind leider genauso wie die anderen - veraltert!
grace m. latigo

Reaktion von Werner Rotter, Menschenrechtskomitee Seibane



    Von:       werner.rotter@....at
    Betreff:     AW: [Seibane] Re: Fall Bukasa - Offene Antwort an "Kurier"
    Datum:     22. April 2005 20:19:27 GMT+02:00
    An:       Seibane@no-racism.net

Sehr geehrter Herr Rabl,
Ihre Antwort an Herrn Inou ist sehr informativ - über Sie selbst.
Ihre Behauptung über  organisierte schwarzafrikanische Kriminalität stößt auf großes Interesse. Um gelegentliche Berichterstattung mit genauer Quellenangabe wird ersucht.
Werner Rotter

Reaktion von M. Heinrich, aus der Seibane Mailingliste

    Von:       m.h@hotmail.com
    Betreff:     RE: [Seibane] Re: Fall Bukasa - Offene Antwort an "Kurier"
    Datum:     23. April 2005 00:26:19 GMT+02:00
    An:       peter.rabl@kurier.at, simon.inou@gmx.at
    Cc:       p.lattinger@kurier.at, c.kotanko@kurier.at, seibane@no-racism.net, afrikanet@yahoogroups.com

geehrter? hr. rabl!
analog ihrer antwort an hrn. inou werfen sich einige fragen auf, als da wären:
- wer ist in dieser sache anmassend und vernadernd? jemand, der bemüht ist, OBJEKTIVE BERICHTERSTATTUNG herbeizuführen oder jemand der in entscheidender position ist = die möglichkeit dazu hat diese allerdings nicht wahr nimmt/nützt?
- sind denn ihnen "lordsiegelbewahrer und "urmeter" des journalismus? nun, sie haben sich geoutet, klar und eindeutig: sie sind es nicht! keine vernaderung: rückschluss aus ihren zeilen!
- jack unterweger war ein verbrecher, zuhälter, franz fuchs neo?altnazi, bombenbauer - sind ALLE österreicher zuhälter, verbrecher, neo?altnazis und bombenbauer. gegen diese diktion verwehrten sie sich zu recht - also warum praktizieren sie eine derart geradezu verantwortungslose meinungsbildung und -haltung angehören anderer nationalitäten gegenüber? schlussendlich hat leider nicht nur ihr blatt eine geradezu haarsträubende traditio in "vernaderung"  von in österreich lebenden angehörigen anderer nationalitäten.
- was verstehen sie bitte präzise unter "objektivem journalismus"? und schliesslich:
- warum darf sich jemand - in diesem fall ein afrikaner -  gegen ihre berichterstattung bzw. deren art, nicht wehren? oder dürfen sich nur bestimmte menschen wehren?

wäre es nicht an der zeit, dass ihr blatt seine linie in die propagierte "unabhängigkeit" entlässt, und mit  objektiven berichten das papier bedruck?
ich wünsche es mir - aber diese ihre stellungnahme rückt mich in die ecke der träumer.......
ohne freundlichem gruss
m.heinrich

Reaktion vom Herrn Eder Werner Antirassismusaktivist, Auszug aus der Liste seibane@no-racism.net

    Von:       werner@chello....
    Betreff:     Fall Bukasa / Kurier
    Datum:     23. April 2005 23:46:11 GMT+02:00
    An:       peter.rabl@kurier.at, seibane@no-racism.net, c.kotanko@kurier.at, Klenk@falter.at, simon.inou@gmx.at


 Sehr geehrter Herr Peter Rabl!

 Zunächst einmal wundere ich mich, dass Sie Herrn Inou einen "anmaßenden und vernadernden Ton" vorwerfen. Wie wäre denn Ihr Ton zu bewerten? Schnoddrig - oder so was in der Richtung?

 Niemand will Sie von der "notwendigen Information über alle relevant gefährlichen kriminellen Erscheinungen" abbringen, im Gegenteil, Sie wurden genau dazu aufgefordert. Denn wenn Dr. Bukasa auf offener Straße von mehreren Jugendlichen spitalsreif geschlagen wurde, dann ist das sehr wohl eine relevant gefährliche kriminelle Erscheinung.

 Wie Sie in diesem Zusammenhang auf Drogenkriminalität kommen, ist mir rätselhaft. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir diesen Umstand näher erklären könnten . Offenbar sind für Sie beinahe alle Menschen schwarzer Hautfarbe irgendwie drogenkriminell, und deshalb verlangen Sie vom "anständigen Rest", sich gefälligst mit den "kriminellen Phänomenen auseinanderzusetzen und weniger mit der Berichterstattung darüber" (das heißt auf gut Wienerisch "halts de Goschn!").

 Im Übrigen können Sie beruhigt sein: Die so genannte afrikanische Gemeinschaft setzt sich sehr wohl mit den kriminellen Phänomenen auseinander, das ist Ihnen vielleicht noch nicht aufgefallen. Nur frage ich mich, warum verlangen wir andauernd von dieser Gemeinschaft, sich zu rechtfertigen bzw. sich von der Drogenkriminalität zu distanzieren? Wir selber, als Österreicher, haben es vor ein paar Jahren als sehr unangenehm und lästig empfunden, im Ausland ständig mit Haider bzw. mit Nazis in Zusammenhang gebracht zu werden. Und jetzt kommen Sie den Afrikanern mit dem gleichen Verhalten - nein, sogar Vorwurf?!

 Pardon, aber eine derartige Zurechtweisung steht Ihnen nicht zu, auch nicht als Kurier-Herausgeber.

 Der Kurier hat sich in seiner Berichterstattung in der Sache Seibane Wague streckenweise weit besser verhalten als die Krone, und dafür möchte ich mich bei den zuständigen Redakteuren bedanken. Was hingegen die Drogenberichterstattung angeht, so hat die m.E. nichts mehr mit journalistischer Sorgfalt zu tun, sondern ist reine Polizei-PR; sie trägt die Handschrift des Herrn Peter Grolig. Es scheint, dass Sie beide nicht nur der Vorname verbindet.

 Werner Eder

Reaktion von P. Bongola, Engagierter Künstler aus seibane@no-racism.net

    Von:       topoke@tr....com
    Betreff:     AW: [Seibane] Re: Fall Bukasa - Offene Antwort an "Kurier"
    Datum:     23. April 2005 23:05:32 GMT+02:00
    An:        peter.rabl@kurier.at, simon.inou@gmx.at
    Cc:       p.lattinger@kurier.at, c.kotanko@kurier.at, seibane@no-racism.net, afrikanet@yahoogroups.com

Hr. Rabl!

Ihre beleidigende Antwort bestätigt leider die Regel - in Österreich muß
noch viel getan werden, bis die tief im Herzen sitzenden Vorurteile abgebaut
sind!

Schade!

P. Bongola

Mail von Simon an Peter Rabl

    Von:       simon.inou@gmx.at
    Betreff:     [afrikanet] An Peter Rabl
    Datum:     25. April 2005 22:22:42 GMT+02:00
    An:       p.rabl@kurier.at, c.kotanko@kurier.at, p.lattinger@kurier.at
    Cc:       klenk@v, seibane@no-racism.net, afrikanet@yahoogroups.com
    Antwort an:       afrikanet@yahoogroups.com

Herr Rabl,

erstens würde ich gern eine Antwort auf meiner Frage erhalten:

"Wozu nützt ein Medium, wenn es Widersprüche nicht darstellt und aufzuklären versucht?"

Zweitens: Ihre Beleidigungen, Anschuldigungen und Mutmassungen weise ich zurück und verlange von Ihnen eine offizielle Entschuldigung.

Simon INOU
Koordinator afrikanet.info

Email von L. Vogelmann an Peter Rabl



Von:       kalafudra@yahoo.com
    Betreff:     Dr. Bukasa
    Datum:     30. April 2005 01:34:55 GMT+02:00
    An:       peter.rabl@kurier.at
    Cc:       afrikanet@yahoogroups.com, simon.inou@gmx.at, ingo@vum.at


Sehr geehrter Herr Rabl,
 
mit Verwunderung und einigem Schrecken habe ich den E-mail-Wechsel zwischen Ihnen, Herrn Lattinger und Ingo Lantschner bzw. Simon Inou gelesen.
 
Dass eine Zeitung nicht alles bringen kann, was gerade in einem Land bzw. auf der ganzen Welt passiert, ist klar. Dass eine Attacke mehrerer Personen auf einen einzelnen Menschen (egal ob Skinheads, Schwarze oder Blaugepunktete) zu den Dingen gehört, die lieber nicht berichtet werden, ist zwar verwunderlich, aber auch hierfür kann es einige (gute?) Gründe geben.
 
Was mich aber erschreckt hat, ist, wie mit der meiner Meinung nach berechtigten Frage nach eben diesen Gründen umgegangen wurde. Nicht nur, dass die erste Antwort von Herrn Lattinger nicht zufrieden stellend war (ich hätte Platzmangel in der Zeitung eher als Begründung akzeptiert als Widersprüche in den Zeugenaussagen). In Ihrer Reaktion auf Herrn Inous E-mail beantworten Sie nicht einmal seine Frage oder klären den Sachverhalt, sondern setzen lieber darauf, zu einem Rundumschlag gegen Schwarzafrikaner auszuholen.
 
Ich will Ihnen keinen Rassismus unterstellen, das schaffen Sie schon ganz von alleine. Was mich an dieser Sache einfach besonders aufregt, ist die Tatsache, dass eine einfache Frage nicht sachlich und (wie es sich für einen Journalisten eigentlich gehören würde) objektiv beantwortet wird, sondern eher der Fragenstellende angegriffen wird. Vielleicht bin ich naiv, aber ich denke, das sollte in einem Land, in dem Meinungsfreiheit herrscht/herrschen sollte, nicht passieren.
 
Ich hoffe, Sie stimmen mir zu, wenn ich sage, dass Kommunikation etwas sehr Wichtiges ist. Nur muss man sich darauf einlassen - damit man den anderen versteht und damit man verstanden wird. Ihre komplette Verweigerung einer Kommunikation über dieses Themam stellt ein Armutszeugnis aus. Für wen, können Sie sich wohl denken.
 
Ich hoffe, dass in Zukunft solche Fragen freundlicher und nicht unter die Gürtellinie gehend bzw. überhaupt beantwortet werden. Damit könnten Sie sich eine Menge böser E-mails und böses Gerede sparen.
 
Ich erwarte mir keine Antwort mehr auf dieses E-mail, obwohl mich Ihre Meinung dazu schon interessieren würde.
 
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
 
Lena Vogelmann


Doch als Exempel und Prinzip
scheint dies Verrücktsein sehr vernünftig.
~~Edmond Rostand - Cyrano de Bergerac~~

http://www.myblog.de/kalafudra
messenger: kalafudra
icq: 315-323-065


Offene Antwort von Damien Agbogbe an Peter Rabl

    Von:       damian_agbogbe@hotmail.com
    Betreff:     Fall Bukasa: Offene Antwort an Herrn Rabl (Kurier)
    Datum:     14. Mai 2005 00:26:58 GMT+02:00
    An: peter.rabl@kurier.at, damian_agbogbe@hotmail.com, simon.inou@gmx.at, afrikanet@yahoogroups.com, Seibane@no-racism.net, klenk@vienna.at, igm@gruene.at, maria.vassilakou@gruene.at

   Sehr geehrter Herr Rabl!

Ich habe es mir lange überlegt, ob ich Ihnen einen Brief schreiben soll oder nicht, denn ich habe gehofft, dass Sie Ihre Anschuldigungen an Simon Inou widerrufen würden. Ich hatte Sie bis jetzt so eingeschätzt, dass Sie dazu die menschliche Größe besitzen würden. Da Sie das aber nicht getan haben, fühle ich mich gezwungen, sehr geehrter Herr Rabl, Ihnen doch meine Meinung kundzutun.

Ich habe Ihren Briefwechsel (email-wechsel) mit Herrn Inou sorgfältig gelesen. Dabei ist mir Folgendes aufgefallen:

1. Das Anliegen des Herrn Inou war, herauszufinden, warum der Kurier nicht über den Fall Dr. Bukasa berichtet hat. Die Antwort des Herrn Lattinger war dem Inhalt nach die, dass es auf Grund von Widersprüchen zwischen den Schilderungen des Zwischenfalles bei der Polizei und der Angabe einer Sendung vom ORF nicht möglich gewesen sei, den wirklichen Sachverhalt herauszufinden. Dieses Argument ist für mich sehr befremdlich, da es in solchen Fällen doch üblich ist, einfach die beiden Sichtweisen gegenüber zu stellen und daraufhin zu weisen, dass die Untersuchung des Vorfalles noch nicht abgeschlossen ist. Welche sind eigentlich die unterschiedlichen Sichtweisen gewesen? Es geht ja in der täglichen Berichterstattung nicht nur darum, über für immer abgeschliossene Sachverhalte zu referieren, sondern auch darum gesellschaftspolitische Prozesse, Situationen und Tendenzen aufzuzeigen, die Bevölkerung wachzurütteln und die in unserer Gesellschaft schlummernden und ausbrechenden Gefahren beim Namen zu nennen.

Eine Tageszeitung sollte kein wertfreies (oder wertloses) Unterhaltungsmedium sein, sondern sie hat auch immer eine moralische Verantwortung. Die ausgeübte Pressefreiheit sollte zur Erhaltung der persönlichen Freiheit aller beitragen und kein demagogisches Instrument der dominierenden Gesellschaftsschicht sein.

2. Ich verstehe nicht, inwiefern Herr Inou, der in seiner Email seinen Wunsch nach der Berichterstattung über den Fall Dr. Bukasa äußert, dadurch zur extremen Partei und entsprechend eingeschränkt als Quelle relevant wird. Ist man Ihrer Ansicht nach extreme Partei, wenn man wünscht, dass über die Misshandlung eines Afrikaners Bericht erstattet wird? Ist das bereits extrem parteiisch, wenn man diesen Vorfall als Unrecht ansieht, das aufgezeigt werden soll?

3. Warum gehen Sie, Herr Rabl, überhaupt nicht auf das Anliegen des Herrn Inou ein? Wenn Sie schon dem Herrn Inou zurückschreiben, warum antworten Sie ihm nicht? Warum ignorieren Sie, worum es ihm geht? Sie urteilen nur seine Ausdrucksweise ab und betonen, wie wichtig es Ihrer Meinung nach ist, über schwarzafrikanische Kriminalität zu berichten. Warum eigentlich? Ich persönlich empfinde es als total unpassend, kränkend und beleidigend, dass Sie überhaupt nicht auf die Verletzung und den Überfall des Herrn Dr. Bukasa eingehen, nicht mit einem einzigen Wort, sondern nur Schwarzafrikaner in Bezug zur Kriminalität bringen und weiters sogar meinen, dass sich ihresgleichen (vermutlich meinen Sie Schwarzafrikaner) mit den kriminellen Phänomenen und weniger mit der Berichterstattung darüber auseinandersetzen sollen. Ist nicht die Berichterstattung einer Tageszeitung für alle da? Oder welches ist das Zielpublikum Ihrer Zeitung? Und wer meinen Sie wird Ihre Berichterstattung besonders genau und sensibel verfolgen, wenn nicht die betroffene Bevölkerungsgruppe? Einseitige Berichterstattung führt leider zur Diffamierung von Gruppen und druch gezeilte einseitige Auswahl von Ereignissen und Unterschlagung von Fakten zu einem verzerrten Bild der Realität. Damit kann eine Zeitung zum willigen (eventuell dafür sogar bezahlten bzw. käuflichen) Vehikel des Rechtsradikalismus und des Fremdenhasses werden.

      Quo vadis Kurier? ....  Kain, wo ist dein Bruder Abel? ....

Falls Sie von mir noch mehr wissen wollen: Ich bin Mag. Damien Agbogbe. Ich komme aus Togo und  bin aktives Mitglied der African Community und ich unterrichte sowohl am Lycée francais de Vienne und am Gymnasium am Wiedner Gürtel.

   Damien Agbogbe

Antwort von Peter Rabl an Mag. Damien Agbogbe

    Von:       damian_agbogbe@hotmail.com
    Betreff:     [afrikanet] FW: Re: Fall Bukasa: Offene Antwort an Herrn Rabl (Kurier)
    Datum:     19. Mai 2005 22:28:43 GMT+02:00
    An:       simon.inou@gmx.at, afrikanet@yahoogroups.com
    Antwort an:       afrikanet@yahoogroups.com



From: "Peter Rabl, Herausgeber KURIER " <peter.rabl@kurier.at>
To: Damien Agbogbe <damian_agbogbe@hotmail.com>
Subject: Re: Fall Bukasa: Offene Antwort an Herrn Rabl (Kurier)
Date: Wed, 18 May 2005 09:05:38 +0200

Sehr geehrter Herr Agbogbe,

Sie werden verstehen, dass mir angesichts von gut 100.000 Abonnenten die
Zeit fehlt, ausgiebige Email-Diskussionen zu führen.
Größtenteils scheint mir die Antwort auf Ihre Anfrage ohnehin gegeben zu
sein.
Zum Rest folgendes:
Wie Sie dem heutigen KURIER entnehmen können, sind Ausmaß und Hintergründe
des Überfalls selbst heute nicht annähernd aufzuklären. Umstrittene
Tätererkennungen, erstaunlich geringer Verletzungsgrad im Vergleich zur
Darstellung des Überfallenen usw.
Es war also, wie bei vielen vergleichbaren Ereignissen und Opfern jeglicher
Nationalität oder Hautfarbe, durchaus Vorsicht bei der Berichterstattung 
angebracht. Gewiss wäre es aber besser gewesen, wenn wir - wie eine oder
wein andere Zeitungen - den Vorfall als kurze Meldung gebracht hätten.
Zum - zugegebener Maßen nicht optimalen - Ausdruck "extreme Partei": sollte
bloß heißen, dass Herr Inou ein deklarierter Aktivist in diesem
Themenbereich ist und kein normaler Beschwerdeführer.
Im übrigen, ganz ohne Aggression: Sie dürfen sich wirklich sparen, mir nach
meinen 35 Jahren Journalismus mit Anstand Nachilfeunterricht zu meinem
Beruf erteilen zu wollen.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Rabl

Damien Agbogbe schrieb:


Sehr geehrter Herr Rabl!
Danke für Ihre prompte Antwort und das sogar am Pfingstsamstag!
Ich entnehme Ihrem Schreiben, dass Sie sich durch die von Ihnen zitierte
Passage des Schreibens von Herrn Inou beleidigt fühlen. Ich nehme dies zur
Kenntnis, finde es aber trotzdem schade, dass Sie MIR keine sachliche
Antwort geben, auf die ich gehofft hatte. Vielleicht könnten Sie doch noch
von der Kränkung absehen und mir die eines Herausgebers einer Tageszeitung
würdige sachliche Aufklärung geben, denn in meinem Freundes- und
Lehrerkollegenkreis sind viele Abonnenten des Kurier, die auf Ihre Antwort
warten.
    Mit freundlichen Grüßen
             Damien Agbogbe

From: "Peter Rabl" <rabl@kurier.at>
Reply-To: Peter.Rabl@mail.kurier.at
To: "Damien Agbogbe" <damian_agbogbe@hotmail.com>
CC: <peter.rabl@kurier.at>
Subject: Re: Fall Bukasa: Offene Antwort an Herrn Rabl (Kurier)
Date: Sat, 14 May 2005 12:56:36 -0000

Sehr geehrter Herr Agbogbe,

darf ich Sie einladen, den Text von Herrn Inou noch etwas sorgfältiger zu
lesen.
Zitat:

"Ich weiss, dass ein Boulevardmedium wie der Kurier nur auf dem Tod eines
Afrikaners wartet, um grosse Schlagzeilen zu produzieren die sich gut
verkaufen. Das Leiden eines Afrikaners, der von Skinheads beschimpft,
verprügelt und niedergeschlagen wurdehat anscheinend für Sie keine
Informationswert. Viel Spass dabei.  "

Der KURIER wartet also laut Herrn Inou auf den Tod eines Afrikaners, um
damit
ein gutes Geschäft zu machen. Und soll dabei auch noch Spaß haben.

Angesichts solcher Unterstellung verbietet sich für mich jede sachliche
Antwort auf andere Paasagen der Email.
Dies ist die Unterstellung schäbigsten menschlichen Verhaltens und der
schwerstens ehrenrührige Vorwurf des Rassismus.
Das lassen wir und lasse ich mir von niemandem gefallen, egal in welcher
Funktion und mit welchen Motiven.

Wer so herschlägt, bekommt von mir die entsprechende Antwort.
Ganz ohne Spaß.

Mit freundlichen  Grüßen
Peter Rabl

Kurier vom 18. Mai 2005, S. 11 - Fall Bukasa

Von:       simon.inou@gmx.at
    Betreff:     [afrikanet] Fall Bukasa: der Kurier berichtet  (18.05.2005, S. 11)
    Datum:     19. Mai 2005 16:51:02 GMT+02:00
    An:       seibane@no-racism.net, afrikanet@yahoogroups.com, alarmvienna@yahoogroups.com
    Antwort an:       afrikanet@yahoogroups.com

Der gestrige Kurier (18. Mai 2005) hat auf der Seite 11 einen Bericht
über den Fall Bukasa veröffentlicht. Dr. Bukasa wurde interviewt. Der
erste Artikel ist mit dem Titel *"Ich wurde noch nie so gedemütigt"*
erschienen.

Ein zweiter Artikel lautet:
Ermittlungen
*Vier Verdächtige sind bereits ausgeforscht*
Auszug: "Der Fall  Bukasa wurde bei der Polizei unter der Aktenzahl
4K/115350/2005 protokolliert. Laut Amtsarzt und AKH ist Bukasa  bei der
Attacke leicht verletzt worden."

Der Autor des Artikels ist:* Dieter Strasser

Simon Inou


Comments
Abgesehen davon, dass mir ALLES SCHLECHT
Written by Guest on 2005-06-07 18:54:19
Und meine Neffen die einzigen Menschen sind, weswegen ich hier bin, muß ich sagen, daß ich nicht überrascht bin, daß hierorts solche Situationen / Verhältnisse herrschen: Ich hörte küzlich einen Radiobericht, in dem zusammengefasst wurde, daß es "nur noch" 48% Antisemiten in AT gäbe, anstatt wie vor zehn bis 15 Jahren, denn da wären es 78% gewesen....
bericht im kurier...
Written by Guest on 2005-05-19 13:49:46
nachdem diese diskussion dazu geführt hat, dass doch vom überfall im kurier berichtet wurde (ausgabe 18. mai 2005), erstaunt es mich doch etwas das dieser "erfolg" hier nicht kommentiert wird.  
wie auch immer - es wäre nett wenn die leser dieses forums über die polizeil. ermittlungen dieses vorfalls am laufenden gehalten werden.
Toll!
Written by Guest on 2005-05-16 23:29:01
Ich find das ja wahnsinnig toll, dass der Kurier als Boulevardzeitung etwas gegen seine eigenen Kolporteure schreibt die ja auch großteils Migranten sind...
nicht lustig/oder doch?
Written by Guest on 2005-05-11 16:46:45
Der Kurier ist ein solch eklatantes Bierzeltblatt, ich wuerde den Kurier nicht mal am Sonntag aus dem Zeitungsspender stehlen!!! 
 
Ingo, ich weiss was Du meinst, jedoch wuerde ich Dich gern auf ein Jahresabo fuer eine ordentlich recherchierende Tageszeitung einladen, als Dank fuer den Initiator dieser email Kette.  
 
"Geschaetzter" Herr Rabl: ich hab noch nie so herzhaft ueber solch unermessliche Seelenleere lachen koennen. Der Name Peter Rabl wird unvergesslich bleiben.. nur leider nicht so wie Sie es gern haben wuerden. Das haetten Sie vorher bedenken sollen.  
 
 
Heidi  
heidi@africanbusinessresearch.com 
www.africanfinancialmarkets.com 
 
An www.afrikanet.info: Viel Erfolg und Geduld!
Kurier-Berichterstattung
Written by Guest on 2005-04-25 20:48:37
Ich lese den KURIER fast täglich und ich lese darin sehr oft Berichte über schwarze Drogendealer oder über die "Ostblockmafia". Dagegen sind leider sehr selten Berichte über gewalttätige Übergriffe auf MigrantInnen oder Österreichern die offen gegen Rassismus auftreten (z.B.: durch Aufnäher am Gewand). Ich wohne in der Nähe von St. Pölten und solche Übergriffe geschehen hier wöchentlich, wenn nicht täglich.  
Zum Argument von Herrn Rabl (nicht möglich, den richtigen Sachverhalt herauszufinden)möchte ich nur auf die KURIER-Reportage zur Bundesrat-Abstimmung über Neuwahlen verweisen. Da war zu lesen, dass die Mehrheit der Bundesräte gegen Neuwahlen stimmte, obwohl die Mehrheit FÜR Neuwahlen stimmte. Hier wurde MIT ABSICHT ein falscher Sachverhalt dargestellt. Ich würde won Herrn Rabl gerne wissen, was ein solcher Bericht, der immerhin fast eine Seite ausmachte, mit Journalismus geschweige denn mit objektivem Journalismus zu tun hat?
Jahrzehntelaanger Migrantenmissbrauch...
Written by Guest on 2005-04-25 18:01:44
...macht Kasse und Stimmung bei den Kolporteurs-Sklaventreibern vom K-urier! Sollte da ein Migrant es wagen, die selbstölende Wahrheitsfindung des K-urier in Frage zu stellen, so kriegt er nach dem Gewohnheitsrecht des Medienmoguls eine drübergebraten.
Written by Guest on 2005-04-25 14:51:15
Sehr geehrte Damen und Herren! 
 
Ich habe schon von dem furchtbaren rassistischen und menschenverachtenden Übergriff auf Herrn Dr. Burkasa gelesen und war schwer schockiert. Als ich aber jetzt den mehr als zynischen, ja wiederum rassistischen und menschenverachtenden "Kommentar" des Herrn Peter R. lesen musste, war ich auch betroffen! Ist es möglich, dass sich jemand so eine Frechheit herausnimmt? Darf es möglich sein? Diese Antwort ist eindeutig:Nein!  
 
Nadia Baha 
 
P.S.: Ich danke allen, die sich für Frieden und Verständigung bzw. gegen Rassismus und andere Übel einsetzen.  

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