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Erwin Ebermann, Afrikaner in Wien, Zwischen Mystifizierung und Verteufelung... PDF Print E-mail
Written by Afrikanet.info/Redaktion Kultur   
Sunday, 28 October 2007
Dritte Auflage von Erwin Ebermanns Buch
"Afrikaner in Wien..."


Universitätslehrer Ebermanns Betrachtung über Afrikaner in Wien befindet sich bereits in der dritten Auflage und wird auch von einem deutschen Wissenschaftler „für den ganzen deutschsprachigen Raum“ empfohlen. 
Mangelndes Bemühen oder Faulheit kann man dem Herausgeber schlecht vorwerfen, denn im Buch befinden sich 122 Tabellen mit eigens erhobenem Datenmaterial. Die Ergebnisse einer Umfrage unter 86 Afrikanern über ihre Erfahrungen in Wien sind allerdings stolze 15 Jahre alt, und es darf bezweifelt werden, ob sie noch immer aussagekraeftig sind. Auch bei den anderen Umfragen ist das Sample eher klein, was der Autor ohne Umschweife in seinem Vorwort aber auch zugibt.

Doch besser alte Zahlen als keine Zahlen, denn diese harten Fakten machen das Buch interessant, besonders die Kapitel über Arbeits- und Wohnungssuche. Während in einem Beitrag von Ishraga Mustapha Hamid bereits anklingt, dass afrikanische Frauen nicht ihren Fähigkeiten entsprechend im Berufsleben eingesetzt sind, wird dies durch einen Praxistest unterstrichen. Auf reale Stellenangebote wurden zwei Bewerbungen eingereicht, eine von einem weißen Österreicher, eine andere von einem Österreicher afrikanischer Herkunft, beide besitzen in Österreich erworbene gleichwertige Qualifikationen und Berufserfahrung. Lediglich die Herkunft und das Aussehen ist unterschiedlich, doch dies reicht schon, selbst bei Bewerbungen im sozialen Sektor, einen, den Ebermann als „sympathisierend“ , das heißt wohl, Migranten gegenüber aufgeschlossen, bezeichnet.  Während der weiße Österreicher bei 8 Bewerbungen von 8 den Zuschlag erhielt, wurde dem afrikanischen Kandidaten oftmals nicht einmal abgesagt. Auch im Wohnungsmarkt sieht die Situation nicht viel rosiger aus, und die meisten Österreicher wollen keine angeheirateten Afrikaner in der Familie. Der Herausgeber kritisiert Afrikaner dennoch dafür „verbittert“ zu sein.  

Der Politik wird ebenfalls ein Kapitel gewidmet, denn anders als in der Schweiz, wo mehrere schwarze Politiker in kommunalpolitischen Gremien vertreten sind und insgesamt 10 schwarze Kandidaten für den am 21. Oktober gewählten Nationalrat kandidierten, muss man politisch erfolgreiche schwarze Österreicher mit der Lupe suchen. Ein Interview mit Sintayehu Tsehay und Damien Agbogbe, zwei parteipolitisch engagierten schwarzen Österreichern, liefert interessante Erkenntnisse über deren politische Zielsetzungen, so dass man sich fragen muss, warum ihre Parteien bei Wahlen sie nicht an wählbarer Stelle platzieren.

Reichlich versorgt wird der Leser mit der Meinung des Herausgebers, ohne die das Buch bedeutend kürzer wäre. Aufschlussreich besonders das mit „Liebe deinen Nächsten mehr als den Entfernten“ überschriebene Unterkapitel, in der er die Anwesenheit von Afrikanern in der Entwicklungszusammenarbeit beklagt und österreichische Einstellungspolitik folgendermaßen charakterisiert: „Ich kenne Personen, die Zuwanderern ihr letztes Hemd geben würden, es aber gleichzeitig für selbstverständlich halten, dass ihnen naeherstehende Personen gegenüber klar besser qualifizierten externen Personen den Vorzug erhalten.“  So ist das Werk auch ein Blick in die österreichische Seele.  


Erwin Ebermann (Hg.), Afrikaner in Wien, Zwischen Mystifizierung und Verteufelung, Erfahrungen und Analysen

Afrika und ihre Diaspora, Band 3 
LIT Verlag, Münster-Hamburg-Berlin-London 2007
ISBN 9783700006244 (Österreich)
ISBN 9783825857127 (Deutschland)
3. Auflage 2007

Mehr Infos: http://www.lit-verlag.de

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Last Updated ( Sunday, 28 October 2007 )
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