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		<title>afrikanet.info: Latest News</title>
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		<lastBuildDate>Sun, 13 May 2012 16:31:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Uwem Akpam „Sag, dass du eine von ihnen bist“</title>
			<link>http://www.afrikanet.info/menu/home/datum/2012/05/13/uwem-akpam-sag-dass-du-eine-von-ihnen-bist/</link>
			<description>Klebstoff ist ein wertvolles Weihnachtsgeschenk. Klebstoff schnüffeln verhindert, dass einen das Hungergefühl an nichts anderes mehr denken lässt,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klebstoff ist ein wertvolles Weihnachtsgeschenk. Klebstoff schnüffeln verhindert, dass einen das Hungergefühl an nichts anderes mehr denken lässt, als an Berge von Reis und Hühnerkeulen. Das Weihnachtsfest einer Straßenfamilie in Nairobi ist die erste von fünf Geschichten. </p>
<p>Uwem Akpam, der schreibende Priester aus Nigeria, hat in den USA mit seinem Debüt „Say You`re One of Them“ für Furore gesorgt. Nicht zuletzt, weil Oprah Winfrey dieses Buch empfohlen und den Autor in eine ihrer Sendungen eingeladen hat. </p>
<p>Jede der Geschichten ist in einem anderen Land angesiedelt. Kenia, Ruanda, Äthiopien, Nigeria und Benin hat der Autor nicht zufällig ausgewählt. Die postkoloniale Geschichte dieser Nationen kulminiert in Konflikten und Krisen. Die unmittelbaren Auswirkungen auf das Alltagsleben und im Besonderen auf die Kinder finden kaum Gehör. </p>
<p>Geprägt haben Uwem Akpan die Erzählungen aus seiner Kindheit. Geboren unter einem Palmweinbaum, wie er gern in Interviews betont, habe er nach der Kirche den Geschichten der DorfbewohnerInnen gelauscht. Als Student der Philosophie und Theologie begann er zu schreiben. Aus dieser Idylle heraus, die das viel zitierte Klischee der afrikanischen Oratur erfüllt, erschreibt sich Uwem Akpam die Welt jenseits des Vorstellbaren. </p>
<p>Seine Protagonisten und Erzählenden sind ausschließlich Kinder. Diese Erzählperspektive und die Verankerung der Geschichten in den jeweiligen Realitäten der Orte und Menschen schaffen eine einzigartige Dramaturgie. Entstanden sind moralische Geschichten ohne Moral. Fragen, die lieber nie gestellt oder oberflächlich diskutiert werden, müssen hier unweigerlich Einzug halten. </p>
<p>Wie ist es, ein Kind zu verkaufen? Wie ist es, wenn Kinder ihren Körper verkaufen, um die Familie zu ernähren? Oder wenn ein Kind die Ermordung der Mutter sieht und den Mörder, ihren Vater, kennt.</p>
<p>„Sag, dass du eine von ihnen bist“, rät eine Mutter ihrer Tochter. Es ist die Nacht, in der in Ruanda das Grauen ausbricht und die Frage nach der ethnischen Zugehörigkeit über Leben und Tod entscheidet. In der Familie war die Zugehörigkeit zu Bevölkerungsgruppen kein Thema, bis zu dem Moment, in dem der Vater sich entscheiden muss, seine Frau zu töten. Die Titelgeschichte wird aus der Perspektive der Tochter erzählt, am Ende geht sie einen Hügel hinauf und ist bereit, das zu sagen, was ihre Mutter ihr empfohlen hat.</p>
<p>Uwem Akpam verwandelt grausame Momente in eine Poesie der Stärke. Seine jungen Protagonistinnen und Protagonisten sind Überlebende und widersprüchliche Zeugen. Authentizität schafft der Autor durch die unmittelbare Sprache der Kinder. Der zehnjährige Jigana, der das Weihnachtsfest der Familie in Nairobi erzählt, tut dies in einem unverwechselbaren Slang. In „Mästen für Gabun“ werden zwei Kinder von ihrem Onkel auf eine Reise ohne Rückkehr vorbereitet, verkauft für ein Motorrad. Das erzählende Kind erhebt seine Stimme im Pidgin-Französisch der Grenzregion von Benin. Diese Melodien der Verzweiflung und Hoffnung hat Bernhard Robben virtuos übersetzt.</p>
<p>Die Idee den Kindern des Kontinents eine Stimme zu geben hatte Uwem Akpan bereits in Nigeria. Alles begann unter einem Palmweinbaum. </p>
<p><i>Uwem Akpan: Sag, dass du eine von ihnen bist. Aus dem Englischen von Bernhard Robben. Suhrkamp Verlag 2012, ISBN: 978-3-518-42286-1 </i></p>
<p><a href="http://www.suhrkamp.de/" target="_blank" >www.suhrkamp.de</a></p>
<p><a href="http://www.uwemakpan.com/" target="_blank" >www.uwemakpan.com</a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Kultur-Literatur</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 13 May 2012 16:31:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>XXVII Black International Cinema Berlin</title>
			<link>http://www.afrikanet.info/menu/home/datum/2012/04/29/xxvii-black-international-cinema-berlin/</link>
			<description>Vom 2. – 6. Mai 2012 findet in Berlin zum 27. Mal das Festival „Black International Cinema Berlin“ statt.
Seit 1986 wird das interdisziplinäre...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 2. – 6. Mai 2012 findet in Berlin zum 27. Mal das Festival „Black International Cinema Berlin“ statt.</p>
<p>Seit 1986 wird das interdisziplinäre Festival vom Fountainhead® Tanz Theatre unter der Leitung von Gayle McKinney Griffith und Donald Muldrow Griffith organisiert. Der Fokus des Festivals liegt bei Filmen aus Afrika, der afrikanischen Diaspora und Beiträgen, die eine interkulturelle Perspektive einbringen. Das umfangreiche künstlerische Programm wird von Diskussionen, Performances und Seminaren ergänzt. „View the Future – the Flag still flies“ lautet das diesjährige Motto. </p>
<p>Die Veranstaltung zeigt die unterschiedlichen Möglichkeiten eines respektvollen Zusammenlebens auf. Die Vielfalt von „Black International Cinema Berlin“ spiegelt den Wandel der gesellschaftlichen Realität. Den Bogen zwischen Vergangenheit und Zukunft spannt die Ausstellung „Footsprints in the Sand“, 1. Juli – 31. August 2012, die detaillierte Informationen über die Geschichte und die Aktivitäten des Fountainhead® Tanz Theatre präsentiert. </p>
<p>Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. </p>
<p>Veranstaltungsort: <br /> Rathaus Schöneberg (City Hall)<br /> John-F.-Kennedy-Saal, Bibliothek, Kinosaal<br /> John-F.-Kennedy-Platz <br /> 10825 Berlin/Germany</p>
<p>www.black-international-cinema.com</p>
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<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Deutschland-Gesellschaft</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 10:06:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Her Excellency - Madam Joyce Hilda Mtila Banda</title>
			<link>http://www.afrikanet.info/menu/home/datum/2012/04/17/her-excellency-madam-joyce-hilda-mtila-banda/</link>
			<description>Mit der erfahrenen Politikerin Joyce Banda hat der südafrikanische Staat Malawi eine Präsidentin, die ihre Integrität über die Interessen der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der erfahrenen Politikerin Joyce Banda hat der südafrikanische Staat Malawi eine Präsidentin, die ihre Integrität über die Interessen der Parteien stellt. Neben der Friedensnobelpreisträgerin und Präsidentin von Liberia, Ellen Johnson Sirleaf, ist sie die zweite Staatspräsidentin eines afrikanischen Staates.</p>
<p>Die bisherige Vizepräsidentin gilt innerhalb der politischen Landschaft Malawis als umstritten. Als der verstorbene Präsident Bingu wa Mutharika 2010 seinen Bruder als Nachfolger in das Präsidentenamt einführen wollte, protestierte sie heftig und überwarf sich mit dem Präsidenten.</p>
<p>Wie groß die Widerstände gegen die Inauguration von Joyce Banda waren, lässt sich nur erahnen. Erst 24 Stunden nach dem Tod des Präsidenten wurde die Amtseinführung der Vizepräsidentin bestätigt, die im Übrigen in der Verfassung des Staates verankert ist. Am Karsamstag wurde die Präsidentin vereidigt.</p>
<p>Politisiert wurde die 1950 als Tochter eines Musikers geborene Joyce Banda in der in den 1970iger Jahren aufstrebenden Frauenbewegung Kenias. Die 25jährige Frau hatte drei Kinder, lebte in Nairobi und war entschlossen, aus ihrer gewalttätigen Ehe auszubrechen. </p>
<p>Zurück in Malawi setzte sie ihr soziales Engagement fort. Als Unternehmerin und Frauenaktivistin gründete sie die „National Association of Business Women“, die „Young Women Leaders Network“, die „Joyce Banda Foundation for Better Education“. Ihre Aktivitäten wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet.</p>
<p>In ihrer Antrittsrede betonte Joyce Banda, „Ich möchte, dass wir alle mit Hoffnung und der Einstellung einer vereinten Nation in die Zukunft gehen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Welt</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 19:05:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Hagel auf Zamfara“ Stories von Sefi Atta</title>
			<link>http://www.afrikanet.info/menu/home/datum/2012/04/05/hagel-auf-zamfara-stories-von-sefi-atta/</link>
			<description>Sie heißen Crazehead, Professor, Fineboy, Shango und Ogun. Als Studenten der Theaterwissenschaft verfolgen sie die Vision einer Veränderung ihrer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie heißen Crazehead, Professor, Fineboy, Shango und Ogun. Als Studenten der Theaterwissenschaft verfolgen sie die Vision einer Veränderung ihrer Welt durch das Theater. Schneller als sie sich träumen lassen, haben sie Gelegenheit dazu. Ihre Universität wird aus Gründen der Sicherheit geschlossen. Und während in Lagos Studentendemonstrationen von der Polizei gewaltsam aufgelöst werden, proben die fünf Freunde ein Theaterstück in einem ausgetrockneten Swimming-pool. „Die Gesetzlosen“ ist der Titel dieser zwischen Tragik und Komik angesiedelten Erzählung.</p>
<p>Elf Geschichten über Menschen aus ihrer Heimat Nigeria erzählt Sefi Atta in ihrem neuen Buch. Dabei bewegt sie sich nahe an politisch-historischen Ereignissen, wie etwa den Studentendemonstrationen im Jahr 1994 in Lagos oder der Einführung der Scharia in den nördlichen Bundesstaaten Nigerias im Jahr 1999.</p>
<p>In der Titelgeschichte „Hagel auf Zamfara“ &nbsp;rekapituliert eine Frau ihr Leben. In Einzelhaft wartet sie auf ihre Steinigung. Sie hat kein Verbrechen begangen, es genügt der Verdacht ihres Ehemannes, dass sie Ehebruch begangen hat. Die Auswirkungen der Einführung der Scharia auf den Alltag der Frauen Nordnigerias sind mehr als willkürliche Machtdemonstrationen. Sefi Atta gelingt mit dieser leisen Erzählung die Wucht einer diffizilen Gewaltspirale darzustellen. </p>
<p>Aberglaube, religiöser Fanatismus, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, Flucht und das Leben Schwarzer Menschen in Europa und den USA sind nur einige der vordergründigen Themen dieser eindrucksvollen Erzählungen. </p>
<p>„Nigeria, eine Nation geeint im Chaos“, lässt Sefi Atta einen ihrer Protagonisten sagen. Und doch wird in jeder Erzählung deutlich, welches Potential das bevölkerungsreichste Land Afrikas hat. Menschen, die einen unerschütterlichen Glauben an die Zukunft haben, die täglich neue Strategien entwickeln und originelle Lösungen finden.</p>
<p>Wenn etwa ein Mechaniker die zunehmende religiöse Begeisterung seiner Frau zwar nicht teilt, aber liebevoll beobachtet und eine von ihr ausgerufene Marienerscheinung in seiner Werkstatt zur Aufbesserung seines Lebensunterhaltes nutzt. Oder wenn eine in den USA lebende Frau durch einen Fernsehbericht erfährt, dass Dorfbewohnerin eine Bewegung gegen einen Ölkonzern anführt und Erfolg hat.</p>
<p>Virtuos führt Sefi Atta die Lesenden durch die unterschiedlichen Milieus und Erzählperspektiven. Ihre Figuren sind Zeitzeugen einer entfesselten Welt.   Sefi Atta zählt zu jenen zeitgenössischen AutorInnen Afrikas, deren Literatur aus der Leidenschaftlichkeit des Erzählens schöpft. </p>
<p>Mit „Hagel auf Zamfara“ knüpft die Autorin an ihre bisherigen literarischen Erfolge an. Die beiden Romane, „It´s my turn“ und „Everything good will come“ wurden in deutschsprachiger Übersetzung ebenfalls im Peter Hammer Verlag veröffentlicht.&nbsp; </p>
<p><i>Sefi Atta, Hagel auf Zamfara. Stories. Aus dem Englischen von Eva Plorin. Peter Hammer Verlag 2011, ISBN:&nbsp; 978-3-7795-0373-6</i></p>
<p><a href="http://www.peter-hammer-verlag.de/" target="_blank" >www.peter-hammer-verlag.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Kultur-Literatur</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 18:18:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Macky Sall – Der nächste Präsident Senegals</title>
			<link>http://www.afrikanet.info/menu/home/datum/2012/03/26/macky-sall-der-naechste-praesident-senegals/</link>
			<description>Ein Pferd hat Macky Sall als Symbol für seinen Wahlkampf gewählt. „Ein Pferd sei ein unermüdlicher Arbeiter und stehe für Kraft“, lautete die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Pferd hat Macky Sall als Symbol für seinen Wahlkampf gewählt. „Ein Pferd sei ein unermüdlicher Arbeiter und stehe für Kraft“, lautete die Erklärung des 50jährigen Geologen.</p>
<p>Sein Wahlprogramm liest sich wie die Quintessenz dieses Symbols, es umfasst unter anderem die ambitionierte Senkung der Arbeitslosenrate im Senegal, sowie die Senkung der Lebensmittelpreise. </p>
<p>In einer ersten Reaktion auf seinen Sieg, verlautbarte Macky Sall „er wolle ein Präsident für alle Senegalesen sein“. </p>
<p>Damit reagierte er auf die kritischen Stimmen des Landes, die in Macky Sall das sehen, was Abdoulaye Wade einmal über ihn sagte: „Er ist mein bester Student“.</p>
<p>Macky Sall setzte sich in der Stichwahl am Sonntag gegen den langjährigen Präsidenten &nbsp;Wade durch. Wade gratulierte seinem ehemaligen Premierminister und gestand seine Niederlage ein. </p>
<p>Sall arbeitete lange Jahr als Geologe in der Bergbauindustrie. Vor neunzehn Jahren ging er in die Politik und machte eine beispiellose Karriere. Bis 2002 war er Bürgermeister in seiner Geburtsstadt Fatick. Danach war er im Kabinett von Wade Minister für Bergbau, Energie- und Wasserwirtschaft, später Innenminister. 2004 wurde er Ministerpräsident, 2007 Präsident der Nationalversammlung. Im Rahmen seiner Funktion als Präsident der Nationalversammlung ging er zahlreichen Korruptionsvorwürfen gegen Karim Wade, dem Sohn von Abdoulaye Wade, nach. Diese Nachforschungen führten zum Bruch mit Abdoulaye Wade und Macky Sall musste sein Amt abgeben.</p>
<p>Sall zog die Konsequenzen und kehrte nach Fatick zurück. Er trat aus der Demokratischen Partei Wades aus und wurde erneut Bürgermeister von Fatick.</p>
<p>Seine politische Heimat fand er in der Alliance pour la République (APR-Yaakaar). Als Wahlkämpfer bei den Präsidentschaftswahlen verpasste er der Partei das neue Gesicht – und wurde für viele überraschend der aussichtsreichste Kandidat für die Stichwahlen zur Präsidentschaft. Die Oppositionsparteien und auch der als Kandidat nicht zugelassene Musiker Youssou N`Dour unterstützten Macky Sall.</p>
<p>Am 1. April 2012 wird der vierte Präsident Senegals seinen Amtseid ablegen. </p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Welt</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 19:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„The Last Journey of Marcus Omofuma“ von Emmanuel Obinali Chukwujekwu</title>
			<link>http://www.afrikanet.info/menu/home/datum/2012/03/11/the-last-journey-of-marcus-omofuma-von-emmanuel-obinali-chukwujekwu-1/</link>
			<description>Sichtbar fremd zu sein, bedeutet in Österreich einen täglichen Parcour zwischen offenem Rassismus und einer stummen Feindseligkeit zu überstehen....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sichtbar fremd zu sein, bedeutet in Österreich einen täglichen Parcour zwischen offenem Rassismus und einer stummen Feindseligkeit zu überstehen. </p>
<p>Schwarze Menschen werden zudem zunehmend kriminalisiert. Es bedarf keiner schweren Vergehen. Allein die Tatsache in Österreich um Asyl anzusuchen, macht Personen aus dem afrikanischen Kontinent verdächtig. Ein abgelehnter Ayslbescheid bedeutet einen Gefängnisaufenthalt und die so genannte „Rückführung“ in das Heimatland. </p>
<p>Marcus Omofuma erstickte am 1. Mai 1999 in einem Flugzeug, das ihn in seine Heimat Nigeria bringen sollte. Er war einer von vielen, einer, der aus seinem Heimatland geflohen ist, um ein Leben ohne Verfolgung zu führen. Der Traum war zu Ende, als er wie ein Paket zusammengeschnürt in einem Flugzeug saß und einen qualvollen Tod starb.</p>
<p>Emmanuel Obinali Chukwujekwu ist Marcus Omofuma im Gefängnis begegnet. In der in Österreich als Schubhaft bezeichneten - letzten Station von AsylwerberInnen. Er hat in Erinnerung an Marcus Omofuma einen Bericht aus Erlebnissen und Erfahrungen über einen Gefängnisaufenthalt in Wien verfasst. </p>
<p>In seinem Buch rekonstruiert er in einer Synthese aus Fiktion und Realität die Gespräche und Befindlichkeiten der Menschen, die 40 mal 40 Quadratmeter zur Verfügung haben. </p>
<p>Es gelingt dem Autor die Veränderung der unterschiedlichen Charaktere von Menschen in Haft aufzuzeigen. </p>
<p>Marcus Omofuma war ein Mensch der Debatte. Das ist nicht verwunderlich. Nirgendwo sonst wird die Kunst der Debatte so zelebriert, wie in Nigeria. Diskussionen und Debatten bestimmen den Alltag. Und diese Kultur des Debattierens über Gott und die Welt hat Marcus Omofuma in einer Gefängniszelle in Wien weitergeführt, ganz so, wie er es in seiner Heimat gelernt hat. </p>
<p>Die Gespräche und Gebete mit den anderen Inhaftierten haben dem Gefängnisalltag eine andere Qualität verliehen. Wie eng die Hoffnung und die Verzweiflung verknüpft sind, wird in diesem Buch eindringlich geschildert.</p>
<p>Dieser Bericht ist vor allem ein Zeitdokument über die verborgenen Auswirkungen von restriktiver Gesetzgebung auf das Leben von Menschen. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Buchpräsentation: </p>
<p>11. März 2012, ACC, Siebenbrunnenfeldgasse 24, 1050 Wien</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><i>The Last Journey of Marcus Omofuma, Emmanuel Obinali Chukwujekwu, iUniverse 2011, ISBN: 978-1-4620-4618-8</i></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Kultur-Literatur</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 18:03:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>6. Februar: Internationaler Tag für null Toleranz für weibliche Exzision</title>
			<link>http://www.afrikanet.info/menu/home/datum/2012/02/14/6-februar-internationaler-tag-null-toleranz-fuer-die-weibliche-genitalverstuemmelung/</link>
			<description>Auf Initiative des Inter-Afrikanischen Komitees: Comité inter-Africain/Inter African Committee (CI-AF/IAC) proklamierte die UNO den 6. Februar als...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Initiative des Inter-Afrikanischen Komitees: Comité inter-Africain/Inter African Committee (CI-AF/IAC) proklamierte die UNO den 6. Februar als Aktionstag „Null Toleranz gegenüber weiblicher Beschneidung oder Genitalverstümmelung&quot; (FGM/MGF: Femal Genital Mutlilation/Mutilations Genitales Féminines.) <br /><br />Weibliche Beschneidung ist aber nicht nur ein Problem ferner Ländern, sondern auch in Europa werden Mädchen ohne medizinische Indikation beschnitten oder an ihren Genitalien verstümmelt, so wie wir es in Deutschland&nbsp; auch vermuten. Viele Migrantinnen&nbsp; aus der sub-Sahara halten dennoch an den heimatlichen Riten einer Genitalverstümmelung fest.<br /><br />Daher begrüßt FORWARD-Germany den gemeinsamen Schritt aller afrikanischen Länder beim letzten OAU Gipfel im Sommer 2011. Die Staatschefs verabschiedeten eine&nbsp; Charta anlässlich der alljährlichen&nbsp; Konferenz der Afrikanischen Union in Malabo in Äquatorialguinea. Diese Charta erkennt ausdrücklich die FGM als Menschenrechtsverletzung an&nbsp; und spricht sich für ein generelles Verbot in allen afrikanischen Ländern aus.<br /><br />Bis heute haben 20 von den 28 betroffenen afrikanischen Ländern, Gesetze verabschiedet, um diesen traditionellen Brauch abzuschaffen. Das Gesetz bedeutet nicht eine sofortige Mentalitätsanderung der lokalen Bevölkerung&nbsp; aber es wird die Arbeit der engagierten Aktivistinnen wesentlich erleichtern.<br /><br />&nbsp;Wenn in den letzten beiden Jahren Fortschritte in der Präventionsarbeit erzielt wurden, dürfen wir nicht verkennen, dass der Weg noch lang ist,&nbsp; bis alle betroffenen Volksgruppen in Afrika, Asien (Indonesien) und in den arabischen Ländern wie Jemen, Südirak&nbsp; und MigrantInnen in der Diaspora auf dieses Ritual freiwillig verzichten. In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass die letzte Gesprächsrunde im Auswärtigen Amt sowie die Fachsitzung im&nbsp; Januar dieses Jahres in Mainz im Justizministerium- an der wir teilgenommen haben, Hoffnungsschimmer erwecken. Die Bundesregierung beabsichtigt sich verstärkt in den afrikanischen Ländern zu engagieren, um alle dortigen Kräfte bei ihren Bemühungen tatkräftig zu unterstützen. Aber die Mädchen aus Einwandererfamilien in Deutschland haben auch das Recht unversehrt aufzuwachsen. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie Opfer einer solchen Menschenrechtsverletzung hierzulande oder während des heimatlichen Urlaubs Opfer infolge einer tradierten Sitte werden, ohne ihnen den nötigen Schutz zu gewähren. Daher ist es unabdingbar, hierzulande eine feste gesetzliche Regelung zu treffen.&nbsp; Die Bundesregierung scheint sich langsam Richtung eines eigenständigen Gesetzes für die bedrohten Mädchen und Frauen&nbsp; zu bewegen. In Deutschland ist die FGM/MGF nach dem Zuwanderungsgesetz strafbar. <br />Auch wenn die FGM/MGF lange Zeit in den meisten afrikanischen Ländern als positive soziale Norm angesehen wurde, ist es heutzutage wissenschaftlich erwiesen, dass dieser gesundheitsgefährdende Brauch schlicht schlimme Folgen hat und sogar schwere körperliche und seelische Schäden mit sich bringt.<br />Im Sinne einer völligen Integration der Mädchen und Frauen, die in Deutschland leben, fordern wir die Bundesregierung auf&nbsp; - im Einklang mit dem deutschen Netzwerk „Integra&nbsp; Deutsches Netzwerk zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung“- einen Nationalen Aktionsplan zu verabschieden, wie&nbsp; er in den anderen europäischen&nbsp; Ländern wie z.B. Frankreich bereits seit Jahren&nbsp; existiert und angewandt wird. Ferner fordern wir die Umsetzung des Bundestagbeschlusses (BT16/9420, S.6) sowie Maßnahmen, die die Präventionsarbeit zum Schutz gefährdeter Mädchen gewährleisten. Darüber hinaus plädieren wir für eine angemessene Sensibilisierung der Bevölkerung, bundesweite Beratungsstellen möglichst in den jeweiligen Muttersprachen, um nachhaltige Erfolge zu erzielen, die Fortbildung&nbsp; von Fachkräften und die Erhebung von wissenschaftlichen fundierten&nbsp; Daten. Der rote Stift darf hier nicht angesetzt werden, wenn es um die Gesundheit von tausenden von&nbsp; Bürgerinnen unseres Landes geht. &nbsp;<br />Wir, von FORWARD-Germany, unterstützen alle&nbsp; Menschen&nbsp; auf der ganzen Welt, die mit Respekt vor anderen Kulturen zur Abschaffung der FGM beitragen. Wir&nbsp; wollen gemeinsam dass, das Jahr 2015 das Ende der Genitalverstümmlung&nbsp; (FGM/MGF)&nbsp; auf der ganzen Welt markiert. &nbsp;<br /><br />&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Dr. Pierrette Herzberger-Fofana<br />&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Stadträtin.2.Vorsitzende von FORWARD-Germany &nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;e.V.<br />&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; www.forward-germany.de<br />&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; Pierrette.Herzberger-Fofana@sz.uni-erlangen.de&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;drpherzbergerfofana@hotmail<br /><br /><br />*OAU/OUA&nbsp;: Organisation der Afrikanischen Union-Organisation de l’Union Africaine Union ist ein Zusammenschluss von anfangs 53 afrikanischen Staaten&nbsp; und entspricht etwa der europäischen Union<br />Quelle<br />Pierrette Herzberger-Fofana«&nbsp;Internationaler Tag „Null Toleranz gegenüber Genitalverstümmelung»7.2.2010http://www.afrikanet.info/menu/diaspora/datum/2010/02/27/internationaler-tag-null-toleranz-gegenueber-genitalverstuemmelung/?type=98&amp;cHash=0342585208<br />Dr. Pierrette Herzberger-Fofana erhält den «Helene Weber&nbsp;»Preis.Berlin 5.5.2009 <br />&nbsp;http://www.afrikanet.info/menu/news/datum/2009/05/08/berlin-dr-pierrette-herzberger-fofana-erhaelt-auszeichnung/ <br /><br />-----------<br />Dr. Pierrette Herzberger-Fofana, berichtet von ihrer Arbeit über ein Jahrtausende altes Ritual. Sie ist Stadträtin in Erlangen, Gymnasiallehrerin für französisch&nbsp; und die&nbsp; 2. Vorsitzende des Vereins FORWARD-Germany e.V. Aktion gegen ritualisierte Gewalt. Dieser Verein wurde&nbsp; 1998 von internationalen Menschenrechtsaktivistinenn in Frankfurt am Main gegründet.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Deutschland-Gesellschaft</category>
			<category>Diaspora-Afrika</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 11:41:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Literaturzeitschrift Podium 161/162: Thema: Afrika</title>
			<link>http://www.afrikanet.info/menu/home/datum/2012/02/12/literaturzeitschrift-podium-161162-thema-afrika/</link>
			<description>Skeptisch in die Kamera blickende junge Menschen aus einem Township in Südafrika sind am Cover der letzten Nummer der Literaturzeitschrift Podium....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Skeptisch in die Kamera blickende junge Menschen aus einem Township in Südafrika sind am Cover der letzten Nummer der Literaturzeitschrift Podium. Die Literaturen Afrikas sind das ambitionierte Thema. </p>
<p>In ihren Kommentaren zur Themenwahl merken die Herausgeber Helmuth A. Niederle und Jürgen Strasser dankenswerterweise auch an, dass dieses Unterfangen ein Ding der Unmöglichkeit sei. </p>
<p>Die Auswahl der AutorInnen erfolgte letztendlich nach dem Prinzip Subsahara-Staaten und Texte, die aus dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden. </p>
<p>Gedichte, Kurzgeschichten, Auszüge aus Romanen, quer durch die Genres werden die AutorInnen in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt. </p>
<p>Klingende Namen wie Alain Mabanckou, Sefi Atta, Christopher Okigbo oder Ben Okri haben in die Feuilletons von europäischen Zeitungen Einzug gehalten. </p>
<p>Andere, wie Sheika A. El-Miskery oder Amadou Wane geben ihre Identität nicht preis und waren trotz umfangreicher Recherchen der Herausgeber nicht zu kontaktieren. Dennoch wurden ihre Gedichte in dieses Heft aufgenommen, man hofft, im Sinne der AutorInnen gehandelt zu haben. Ein bitterer Geschmack bleibt bei solchen Worten zurück, so, wie wenn&nbsp; man eine Kola-Nuss zu lange kaut. </p>
<p>Die exemplarische Geschichte dieses Bandes, „Ich bin schwarz und Führungskraft“, stammt aus der Feder von Gaston Kelman. Ein Autor, der die zahlreichen Klischees im europäischen und afrikanischen Kontext in ihrer Absurdität thematisiert. Im Übrigen ist Gaston Kelman Burgunder. Wer mehr über ihn erfahren möchte, kann im Podium nachlesen.</p>
<p>Ein Autor, der seit Jahren in Österreich lebt, ist auch in diesem Heft vertreten. Chibo Onyeji entführt uns mit seiner Geschichte in sein „Zuhause“ in Nigeria. </p>
<p>Das ist keine Lektüre für zwischendurch, nach dem Motto, lesen wir schnell, was die AfrikanerInnen so schreiben. Vielmehr ist es ein erster Eindruck, von den Herausgebern behutsam ausgewählt, im Wissen unserer Unkenntnis über die Literaturen dieses Kontinents. </p>
<p>Denn „Die Vereinigten Staaten von Afrika“ sind eine literarische Fiktion, es handelt sich um einen satirischen Roman von Abdourahman Waberi, einem Autor aus Dschibouti, der auch im Podium vorgestellt wird.</p>
<p>Podium Doppelheft 161/162, November 2011. Thema: Afrika.&nbsp;ISBN: 978-3-902054-92-9</p>
<p>Die Redaktion der Zeitschrift Podium war so freundlich und hat ein Exemplar der Zeitschrift für unsere LeserInnen aus dem Raum Wien zur Verlosung zur Verfügung gestellt. E-Mail an: literatur@afrikanet.info</p>]]></content:encoded>
			<category>Kultur-Literatur</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 17:49:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>„Tintin au Congo“ Urteil in Belgien</title>
			<link>http://www.afrikanet.info/menu/home/datum/2012/02/12/tintin-au-congo-urteil-in-belgien/</link>
			<description>Der belgische Zeichner Hergé (1907 - 1983) schuf mit den Abenteuergeschichten von „Tim und Struppi“ eine der erfolgreichsten Comic-Serien. Er...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der belgische Zeichner Hergé (1907 - 1983) schuf mit den Abenteuergeschichten von „Tim und Struppi“ eine der erfolgreichsten Comic-Serien. Er verstrickte den Reporter Tim in &nbsp;Abenteuer, die ihn in die ganze Welt führten. </p>
<p>Selbstverständlich auch nach Afrika, und nahe liegend war eine Reise in den Kongo. Die heutige DR Kongo verbindet eine grausame Geschichte mit Belgien. </p>
<p>Im 1931 veröffentlichten Comic „Tintin au Congo“ werden Afrikaner in entwürdigender Weise dargestellt. Belgien verfolgte eine rigide Kolonialpolitik, systematische Ausbeutung und grausame Machtdemonstrationen waren an der Tagesordnung. </p>
<p>Dieser historische Kontext wird nun als Legitimation für ein gerichtliches Urteil herangezogen. </p>
<p>Mbutu Mondondo Bienvenu, ein kongolesischer Student, hat 2007 vor einem Gericht in Brüssel Klage gegen „Tim und Struppi im Kongo“ eingebracht. In seiner Argumentation wies er darauf hin, dass die Darstellung der Afrikaner als „dumm, arbeitsscheu und unfähig“ dem belgischen Antidiskriminierungsgesetz von 1981 widerspreche und generell eine Beleidigung für Schwarze Menschen sei. </p>
<p>Beinahe vier Jahre später, am 10.02.2012 wurde das Urteil des Gerichts bekannt gegeben. Es könne kein Verstoß gegen heutige Gesetze festgestellt werden. Der Richter folgte in allen Punkten der Argumentation der Staatsanwaltschaft. Hergé habe lediglich die Auffassung seiner Zeit wieder gegeben. Er habe zu keinem Rassenhass aufstacheln wollen. Und es komme zu keiner Konfrontation mit Schwarzen. </p>
<p>Zum Argument der entwürdigenden Darstellung von AfrikanerInnen wird nicht Stellung genommen. Auch das kann als Hinweis gewertet werden. </p>
<p>In keinem anderen europäischen Land sind Comics so populär wie in Belgien. In jedem gut sortierten Supermarkt findet sich eine Comic-Abteilung, in jeder Buchhandlung sind Comics ein Verkaufsschlager. Insbesondere Hergé und seine Comics gelten als Kulturgut. Ob dieser Umstand das Gericht beeinflusst hat, lässt sich nicht eruieren.</p>
<p>Bedauerlicherweise lässt sich auch nicht feststellen, ob die Leser und Leserinnen diesen vom Gericht festgesetzten historischen Zusammenhang erkennen können oder wollen. Zweifel kommen einem schnell. Vor allem, wenn man die Schlagzeilen der Medien, die über das Gerichtsurteil berichten, liest. Der Grundtenor ist, dass „Tim und Struppi im Kongo, nicht rassistisch“ sei. Wer immer ein wenig recherchiert, wird schnell herausfinden, dass der Autor mehrmals mit Rassismusvorwürfen konfrontiert war und nach eigenen Aussagen den Band umschrieb und „entschärfte“. </p>
<p>Das Gerichtsurteil entschärft nichts, es ist, was es ist, ein zweifelhaftes Signal über die Grenzen hinaus. </p>
<p>Mbutu Mondondo Bienvenu wird in Berufung gehen.</p>
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<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Welt</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 09:47:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Proteste in Dakar</title>
			<link>http://www.afrikanet.info/menu/home/datum/2012/01/28/proteste-in-dakar/</link>
			<description>In der Nacht auf Samstag kam es in Dakar zu heftigen Protesten. Die Entscheidung des Verfassungsgerichts für die Kandidaten zur Präsidentschaftswahl...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Nacht auf Samstag kam es in Dakar zu heftigen Protesten. Die Entscheidung des Verfassungsgerichts für die Kandidaten zur Präsidentschaftswahl im Februar ist gefallen. <br />Kaum überraschend, der 85jährige Präsident Abdoulaye Wade wird wieder kandidieren. <br /><br />Youssou&nbsp; N`Dour, sein populärer Herausforderer, darf nicht an den Wahlen teilnehmen.<br />10 000 gültige Unterschriften braucht man, um im Senegal zu den Präsidentschaftswahlen zugelassen zu werden. Laut Verfassungsgericht habe der Musiker die erforderlichen Unterschriften nicht erreicht.<br /><br />Youssou N`Dour spricht in einem Interview mit dem Fernsehsender France 3 von 13 000 Unterschriften, die er erreicht habe. Die Entscheidung gegen seine Kandidatur werde für weitere „Spannungen“ sorgen.<br /><br />Der Präsident forderte die Demonstranten in einer Rede im staatlichen Fernsehen auf, ihre Emotionen zu kontrollieren und die Proteste sofort zu beenden.<br /><br />Eine weitere Kandidatur des Präsidenten sorgt seit einiger Zeit für Unmut im Senegal. Die „Bewegung 23. Juni“ organisiert seit Monaten Proteste gegen eine dritte Amtszeit von Wade.<br />Laut senegalesischer Verfassung, auf Wades Initiative im Jahr 2008 geändert, sind zwei Amtszeiten von ein und demselben Präsidenten zulässig. Wade ist seit dem Jahr 2000 im Amt. Er beruft sich auf die Verfassung, die nicht rückwirkend angewandt werden könne. <br /><br />Die rechtlichen Spitzfindigkeiten werden weitere Demonstrationen nicht verhindern. Bereits für heute ist wieder eine Kundgebung geplant.<br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Welt</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 10:25:00 +0100</pubDate>
			
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