Datum: 27.01.09 10:35
Kategorie: Frauen-Porträt

Von: wikipedia

Angela Davis die Rebellin wurde 65 - Happy Birthday

Angela Davis (c)flickr.com

Angela Yvonne Davis (* 26. Januar 1944 in Birmingham, Alabama, USA) ist eine US-amerikanische Bürgerrechtlerin, Philosophin, Humanwissenschaftlerin und Schriftstellerin, die in den 1970er-Jahren zur Symbolfigur der Bewegung für die Rechte von politischen Gefangenen wurde. Außerdem war sie in den Jahren 1980 sowie 1984 hinter Gus Hall die Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten der Kommunistischen Partei der USA.

Davis entstammt einer schwarzen Mittelschichtsfamilie. Angela war ein hochintelligentes Kind und bekam als 15-Jährige ein Stipendium des American Friends Service Committee für eine Privatschule in New York. Hier kam sie zum ersten Mal mit dem Marxismus in Berührung und fand viele Übereinstimmungen mit ihren eigenen Überzeugungen. Sie schloss sich dem marxistischen Zirkel an ihrer Schule an. Nach der Schule studierte sie an der Brandeis University in Massachusetts Französisch und verbrachte ein Jahr in Frankfurt am Main. Sie war im Sommer-Semester 1966 als Gasthörerin an der Universität in Frankfurt. Dort besuchte sie im Institut für Sozialforschung Veranstaltungen von Theodor W. Adorno. Während dieses Auslandaufenthalts setzten in ihrem Heimatort Mitglieder des Ku-Klux-Klan die Kirche in Brand. Nach diesem Jahr im Ausland nahm sie das Studium in Brandeis wieder auf. Hier traf sie mit dem Philosophen Herbert Marcuse zusammen.

1967 trat sie dem Student Nonviolent Coordinating Committee (SNCC), später der Black Panther Party und der Kommunistischen Partei der USA (CPUSA) bei, für diese kandidierte sie auch für den Posten der Vizepräsidentin zusammen mit Gus Hall in den Jahren 1980 und 1984. Den SNCC verließ sie aber schnell wieder, da ihre Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei zum Problem avancierte.

Dem bereits seit seinem 18. Lebensjahr in Haft sitzenden George Jackson, der im Gefängnis Mitglied der Black Panther Party wurde, schlug Davis vor, ein Buch über seine Haftbedingungen zu schreiben, was er mit „Soledad Brother” auch tat. Im August 1970 lieferte sich Jacksons Bruder Jonathan bei einem missglückten Befreiungsversuch in einem Gerichtssaal eine Schießerei mit der Polizei, bei der vier Menschen getötet wurden. Davis wurde vorgeworfen, die Waffe für diesen Überfall geliefert zu haben.

Das FBI setzte Angela Davis daraufhin auf die Liste der zehn gefährlichsten Verbrecher der USA. Einige Wochen später wurde sie verhaftet. Ihr drohte wegen des Vorwurfs der „Unterstützung des Terrorismus” die Todesstrafe. Gegen ihre Verhaftung entwickelte sich eine über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinausreichende Welle des öffentlichen Protests. Nach zwei Jahren wurde Davis am 4. Juni 1972 in allen Punkten der Anklage freigesprochen. Bis in die Gegenwart gilt Davis ihren Anhängern als eine der prominentesten ehemaligen politischen Gefangenen der USA.

1991 trat Angela Davis aus der CPUSA aus; sie bezeichnet sich aber auch in ihrem neuesten Werk „Abolition Democracy“ (2005) weiterhin als Kommunistin (S.24).

Schwerpunkt ihrer vielbeachteten Arbeit der letzten Jahre ist die Untersuchung des „Gefängnis-industriellen Komplexes“, der Verbindungen zwischen Unterdrückung aufgrund des Geschlechts, der Rasse und der Klasse in den USA und weltweit in Zeiten der Globalisierung. Sie entwickelt hier, wie auch schon in „Are Prisons Obsolete?“ (2003) Gedanken zum Kampf um eine Demokratie, die den Kampf gegen die Hinterlassenschaften der Sklaverei auch sozial endlich zum Erfolg führt.

Angela Y. Davis arbeitet als Professorin an der University of California, Santa Cruz in Santa Cruz. Außerdem ist sie Sprecherin der Kampagne gegen die Todesstrafe.

-------------- 

WERKE

--------------

  • If They Come in the Morning: Voices of Resistance, 1971
  • Frame Up: The Opening Defense Statement Made, 1972
  • Angela Davis. An autobiography, 1974
  • Women, Race & Class, 1981
    • Rassismus und Sexismus. Schwarze Frauen und Klassenkampf in den USA. Berlin: Elefanten Press, 1982. ISBN 3-88520-093-7
  • Violence Against Women and the Ongoing Challenge to Racism, 1985
  • Women, Culture and Politics, 1989
  • Blues Legacies and Black Feminism. Gertrude „Ma“ Rainey, Bessie Smith, and Billie Holiday, 1999
  • The Angela Y. Davis Reader, 1999
  • Are Prisons Obsolete?, 2003
    • Eine Gesellschaft ohne Gefängnisse? Der gefängnisindustrielle Komplex der USA. Schwarzerfreitag 2004, ISBN 3-937623-32-9
  • Abolition Democracy – Beyond Empire, Prisons, and Torture, 2005
  • ---------------

    Quelle: WIKIPEDIA.DE

    ---------------







Kommentare

Keine Einträge

Kommentarformular

öster News from Österreich News from Deutschland News from Schweiz News from Österreich News from Deutschland News from Schweiz
24. Mai
2019mehr
Freitag

Suchen & Finden



Letzte Kommentare

Keine Einträge

designed and implemented by BILCOM