Datum: 17.03.09 09:21
Kategorie: Kultur-Musik

Von: multikulti.de/peter Rixen

Wien: Orchestra Baobab zu Gast im Konzerthaus

(c) - worldcircuit

Senegalesische Musiker mit Kultstatus in Wien

Man kennt das vom Buena Vista Social Club: Als der gute alte Son scheinbar nichts mehr galt, zeigten die Veteranen um Compay Segundo & Ibrahim Ferrer, dass der Sound der alten Garde noch lange nicht auf der Müllhalde der Musikgeschichte gelandet war und da auch nicht hingehört.

1970 gegründet, war das Orchestra Baobab lange Zeit die unangefochtene Nr. 1 der Szene. In Dakar, der einstigen Metropole des französischen Kolonialreichs, verschmelzen die Baobabs die verschiedensten Stile, von traditionellen senegalesischen Klängen über afrokubanische Rhythmen zu kongolesischer Rumba, westafrikanischem Highlife, portugiesisch-kreolisch geprägter Musik bis zu den transatlantischen Verwandten wie Calypso und Soul. Regelmäßig sind sie in Dakars exklusivstem Nachtclub zu hören, dem "Baobab". 

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Die Mitglieder des Orchesters wissen, was sie ihrer Heimatstadt mit ihrer kosmopolitischen Gemengelage zu verdanken haben und sind selbst gleichzeitig Teil jener Aufbruchstimmung der 70er Jahre, an deren Ende der neue senegalesische Popsound steht: Als Mitte der 80er Jahre Mbalax der neue Trend mit Youssou N'Dour an der Spitze wird, ist die glorreiche Ära fürs Orchestra Baobab vorüber. Die Band löst sich auf und kommt erst eineinhalb Jahrzehnte später wieder zusammen.

Seit der Reunion der Veteranen im Jahr 2001 ist viel passiert. Zwei Awards von BBC Radio 3, eine Grammy-Nominierung und etliche Tourneen in aller Welt. Fünf Jahre nach ihrem phänomenalen Comeback-Album "Specialist in all Styles" legt die senegalesische Kultband ihr neues Album "Made In Dakar" vor. Eingespielt mit der Erfahrung ungezählter Auftritte in den Clubs von Dakar, die mithalfen die Ideen und den Sound für die neue CD heranreifen zu lassen. Insgesamt 11 alte und neue Perlen im unwiderstehlichen Baobab-Sound. Mit dabei: Afrikas international bekanntester Popstar Youssou N'Dour. In "Nijaay" erweist er den Altvorderen singend seine Ehrerbietung. Die Legende lebt! 

 

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Quelle: multikulti.de







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