Kategorie: Kultur-Film

Der Dokumentarfilm zeigt das Entstehen des „Mali-Projektes“. Ein Urlaub in Mali, bewegt die österreichische Psychotherapeutin Hilde Heindl, ein kleines Hilfsprojekt zu starten. Berührt von der Armut (immer wieder diese Armut), will Sie einen Beitrag zur Verbesserung der Situation der Menschen dort leisten.
Sie startet ein Alphabetisierungs- und Gesundheitsprojekt in drei Dörfern.
Der Film begleitet die am Projekt beteiligten Personen, über lange Strecken unkommentiert.
Leise hinterfragt der Dokumentarfilm das Projekt. Auch ohne es anzusprechen, kommen im Zuschauen Fragen nach der Nachhaltigkeit derartiger Hilfsprojekte auf. Denn: der Wunsch Gutes zu tun ist vorhanden. Viele Menschen sind motiviert und helfen, auch finanziell. Und auch die Dorfbewohner freuen sich – die Frauen wollen alphabetisiert werden. Sie versprechen sich davon, glücklicher zu werden. Die Dorfbewohner sind überzeugt, dass sie die Hilfe benötigen.
Die österreichischen Weltverbesserinnen sind bemüht sich an die lokalen Gegebenheiten anzupassen, es werden Einheimische angestellt, um Jobs zu schaffen. Sogar ein Zauberpriester soll– wie es Tradition ist – vor Beginn des Projektes seinen Segen geben.
Doch die Welt in Mali birgt Widersprüche in sich, die Fragen aufwerfen.
Da ist die Lebensfreude der armen malischen Bevölkerung. Werden sie nach der Alphabetisierung noch glücklicher sein? Man fragt sich sogar, ob das empfundene Unglück vielleicht erst eine Folge der Konfrontation mit anderen Lebensformen ist. Der Optimismus der malischen Projekt-Mitarbeiter bestärkt. Das diese aber nicht nur karitative Zwecke verfolgen, trübt das idyllische Bild.
Mali ist eine andere Welt – mit anderen Lebensbedingungen, Klima, und Lebensweisen. Kann ein Model das sich im Westen bewährt hat hier Erfolg haben, vor allem wo solche Projekte den Eindruck erwecken, als wäre man selbst nicht in der Lage sich zu helfen? Kann karitative Hilfe, auch die Entwicklung der Region fördern. Und wie sollte Hilfe zur Selbsthilfe ausschauen?
Der Film gibt keine Antworten, aber lässt erkennen: Wohlstand richtig zu teilen ist eine Kunst.



