Datum: 07.04.11 18:01
Kategorie: Kultur-Literatur

Von: Pierrette Herzberger Fofana

125 jahre später. Eine fast vergessene deutsch-afrikanische Geschichte -

Der 25. Februar gilt als unvergessliches  Datum: die willkürliche Aufteilung und Grenzziehung der afrikanischen Länder wurde von der Berliner Konferenz beschlossen.

So ist die Aufteilung Afrikas in Berlin ein Bestandteil deutscher kolonialer Geschichte obwohl die deutsche Öffentlichkeit kaum Notiz davon nahm. In der Tat haben die Teilnehmer der Berliner Konferenz (November 1884-Februar 1885) über das Schicksal Afrikas beschlossen. 14 Nationen haben sich versammelt, um die afrikanischen Länder unter sich zu teilen. Die Autorin schildert die dunkle Seite der Geschichte: die deutsche koloniale Politik im „Deutsch-Südwest Afrika, heute Namibia, das deutsche Südost Afrika (Tansania, Burundi, Uganda).

In Namibia wurden die ersten Konzentrationslager eröffnet. Die ersten Deportation  haben in Afrika stattgefunden. Afrikaner aus der heutigen Namibia wurden nach Togo und Kamerun deportiert. Das Massaker der Herero, eine Volksgruppe aus Namibia gilt als der erste Völkermord in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. 

In der Tat wurde mehr als 80 000 Namibier in die Wüste der Kalahari gedrängt, wo sie vor Durst und Hunger während einer blutigen Schlacht starben. So wurde ein ganzes Volk dezimiert und verlangt heute Reparationen und eine Entschuldigung der deutschen Regierung. Dieser  historische Kapitel wird in  den  Geschichtsbücher völlig ausradiert. 

Die deutsche Kolonisation hat insgesamt 34 Jahre gedauert. Mit dem Versailler Vertrag im 1919 verlor Deutschland seine Kolonien. In Anbetracht der unwürdigen Rolle, die die deutschen Schutztruppen in Afrika gespielt haben gehört dieser Kapitel  zu der dunkelsten Teile der Geschichte.

In den konzentrationsabhängiger im Deutsch-Südwest Afrika wurden die ersten Medizinexperimente auf Gefangene durchgeführt. Die Kolonisation war nie ein humanitäres Werk. Und dabei wurden viele Missbräuche begangen. 

Mit der Berliner Konferenz wurde Kongo zum Privatbesitz des belgischen Königs. Kongo ist achtzig Male größer als Belgien. Dort wurden schwere Menschenrechtsverletzungen wie : Zwangsarbeit, die Politik des Abhacken der Händer um den erzwungene Zoll an Kautschuk zu erreichen, für die Bedürfnisse eines mythomane König.

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Berlin 125 Jahre danach. Eine fast vergessene deutsch-afrikanische Geschichte - 

Wien 2010: Afro-asiatisches Institut. 106S.

ISBN: 978-3-200-02012-2 

 

 

 







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