Datum: 12.02.12 17:49
Kategorie: Kultur-Literatur

Von: Lisa Ndokwu

Literaturzeitschrift Podium 161/162: Thema: Afrika

Skeptisch in die Kamera blickende junge Menschen aus einem Township in Südafrika sind am Cover der letzten Nummer der Literaturzeitschrift Podium. Die Literaturen Afrikas sind das ambitionierte Thema.

In ihren Kommentaren zur Themenwahl merken die Herausgeber Helmuth A. Niederle und Jürgen Strasser dankenswerterweise auch an, dass dieses Unterfangen ein Ding der Unmöglichkeit sei.

Die Auswahl der AutorInnen erfolgte letztendlich nach dem Prinzip Subsahara-Staaten und Texte, die aus dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden.

Gedichte, Kurzgeschichten, Auszüge aus Romanen, quer durch die Genres werden die AutorInnen in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt.

Klingende Namen wie Alain Mabanckou, Sefi Atta, Christopher Okigbo oder Ben Okri haben in die Feuilletons von europäischen Zeitungen Einzug gehalten.

Andere, wie Sheika A. El-Miskery oder Amadou Wane geben ihre Identität nicht preis und waren trotz umfangreicher Recherchen der Herausgeber nicht zu kontaktieren. Dennoch wurden ihre Gedichte in dieses Heft aufgenommen, man hofft, im Sinne der AutorInnen gehandelt zu haben. Ein bitterer Geschmack bleibt bei solchen Worten zurück, so, wie wenn  man eine Kola-Nuss zu lange kaut.

Die exemplarische Geschichte dieses Bandes, „Ich bin schwarz und Führungskraft“, stammt aus der Feder von Gaston Kelman. Ein Autor, der die zahlreichen Klischees im europäischen und afrikanischen Kontext in ihrer Absurdität thematisiert. Im Übrigen ist Gaston Kelman Burgunder. Wer mehr über ihn erfahren möchte, kann im Podium nachlesen.

Ein Autor, der seit Jahren in Österreich lebt, ist auch in diesem Heft vertreten. Chibo Onyeji entführt uns mit seiner Geschichte in sein „Zuhause“ in Nigeria.

Das ist keine Lektüre für zwischendurch, nach dem Motto, lesen wir schnell, was die AfrikanerInnen so schreiben. Vielmehr ist es ein erster Eindruck, von den Herausgebern behutsam ausgewählt, im Wissen unserer Unkenntnis über die Literaturen dieses Kontinents.

Denn „Die Vereinigten Staaten von Afrika“ sind eine literarische Fiktion, es handelt sich um einen satirischen Roman von Abdourahman Waberi, einem Autor aus Dschibouti, der auch im Podium vorgestellt wird.

Podium Doppelheft 161/162, November 2011. Thema: Afrika. ISBN: 978-3-902054-92-9

Die Redaktion der Zeitschrift Podium war so freundlich und hat ein Exemplar der Zeitschrift für unsere LeserInnen aus dem Raum Wien zur Verlosung zur Verfügung gestellt. E-Mail an: literatur@afrikanet.info







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