Datum: 24.01.09 08:08
Kategorie: Medien-Internet

Von: Prof. Kapet de Bana

Initiative verlangt von ehemaligen Kolonialländern Wiedergutmachung

"Befreit sich Afrika, wird die Welt menschlicher" 

Unter der Initiative von Prof. Kapet de Bana, Mitgründer des Weltrats der panafrikanischen Diaspora und der interafrikanischen Vereinigung für Menschenrechte wurde in Berlin das Komitee für ein afrikanisches Denkmal (KADIB) entstanden.

Ziel des Komitees ist die Organisation der zweiten Berliner Konferenz. Diesmal für die Errichtung des "Denkmals für die Wiedergutmachung, den Frieden und die Universelle Versöhnung mit Afrika”. Weil genau in Berlin vor 123 Jahren im Jahr 1885 wurde Afrika in einer ca. 135 tägigen Konferenz von blutrünstigen Kolonialmächten aufgeteilt.

Völkermorde, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Zwangsarbeit, kulturelle Genozide, politische, ökonomische Ausbeutung und Unterdrückung sind die verheerenden Folgen dieses Kolonialunternehmens.
Mehr als 30 Millionen Afrikaner wurden Opfer dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

"Denkmäler werden immer an der Stelle und dem Ort gebaut, wo die Verbrechen begangen worden sind". So prof. Kapet de Bana in einer Interview mit Lo'Nam.

Afrika ist in Bewegung und die Zeit ist gekommen, um an einigen historischen Wahrheiten zu erinnern, die in keinem Geschichtsbuch enthalten sind und ohne welche man das heutige Afrika nicht verstehen kann. 

"wenn es sich darum handelt, wechselhafte Geschichtsvorfälle von mehr als fünf Jahrhunderten, wie Genozidverbrechen wiedergutzumachen, welche zur geistigen, kulturellen, religiösen Verfremdung, zur wirtschaftlichen Beherrschung, Militärbesetzung, Plünderung der Naturschätze, Marginalisierung der versklavten Bevölkerungen geführt haben, werden Sie begreifen, dass es eine ganze Generation, sogar Generationen bedarf, um die Herausforderung anzunehmen."
Prof. Kapet de Bana

Das Komitee fordert daher die deutsche Bundesregierung auf, um

  • die Errichtung eines „Denkmals für die Wiedergutmachung, den Frieden und die universelle Versöhnung mit Afrika" in Berlin und die Errichtung von Gedenkstätten zum Gedenken an die Opfer von Sklavenhandel und Kolonialismus politisch und finanziell zu unterstützen,
  • die Entschädigung und Wiedergutmachung für die Opfer deutscher Völkermorde in Namibia und Tanzania zu unternehmen,
  • in den Schulen Sklavenhandel, Sklaverei, Kolonialismus und Apartheid als Verbrechen gegen die Menschlichkeit als unterricht anzubieten,
  • einen nationalen Gedenktag für die Opfer von Sklaverei und Kolonisierung festzulegen.
  • einen Aktionplan zur Bekämpfung von Rassismus gegen Schwarze Menschen In Deutschland mit Vertretern von Menschen afrikanischer Herkunft zu erarbeiten.

 

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Lesen Sie mehr hier: Komitee für ein afrikanisches Denkmal 

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