Datum: 29.07.09 10:36
Kategorie: Kommentare

Von: simon INOU

Armin Wolf und der Rassismus gegenüber Schwarzen Menschen

Süssigkeit mit bitterem Geschmackt 

Armin Wolf und der Rassismus gegenüber Schwarzen Menschen - Am Beispiel der Eskimo Kampagne

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Wien, 27. Juli 2009 - Es ist 22h. In Österreich ist diese Uhrzeit - für Nachrichtenliebende - eine wichtige. Im Österreichischen staatlichen Rundfunk ORF ist diese Zeit, die der ZIB2. Der Moderator des Abends ist Dr. Armin Wolf. Ein hochgeschätzter Journalist. Sehr bekannt für seine Hartnäckigkeit im Bezug auf Interviews mit Politikern. Von diesen ist er auch sehr gefürchtet. Warum? Weil er gut, sehr gut recherchiert, stellt pointierte Fragen und lässt nur los wenn Fragen wirklich beantwortet sind. Für viele, auch für mich ist er ein Vorbild. Er ist einer der wenigsten, der sich auch öffentlich gegen seinen Arbeitgeber positioniert. Er berichtet auch sehr differenziert über die Situation des Journalismus in Österreich. Er ist eine Bereicherung der österreichischen Medienlandschaft und einfach gut.

Lieber Herr Wolf, M* im Hemd hat mit Schwedenbomben nichts zu tun 

So gut, dass er manche Themen, wenn er sie moderiert ins lächerliche katapultieren kann. Und das ist ihm am 27. Juli um 22h gelungen. Nach dem Beitrag über die Protestaktion zur neuen Werbelinie der Firma Eskimo „M* im Hemd“ zog Dr. Armin Wolf in seiner Moderation einen Vergleich mit Schwedenbomben heran .. Dr. Armin Wolf bemerkt im letzten Satz folgendes: "Aber könnte man nicht gleich die ganze Eisfirma umbenennen? Inuit zum Beispiel wäre politisch korrekt. Man könnte auch mit Schwedenbomben...." (1) Herr Wolf zeigt uns mit dieser Konklusio wie ernst er dieses Thema wahrnimmt. Oder auch wie ernst über Rassismus gegenüber Schwarze in Österreich diskutiert wird.

Die Diskussion um den M* im Hemd hat in der gratis Tageszeitung Heute zu einer unendlichen Diskussion geführt. Manche meinen das Salzburger Nockerl sollte jetzt umgetauft werden. Der kleine Schwarze sowie der schwarze Braune. Boulevard Diskussionen darüber führen dieses Thema ins Lächerliche. Rassismus ernsthaft zu bekämpfen hat mit der lächerlichen Zusammenfassung Dr. Wolfs nichts zu tun. Diese Weltanschauung ist typisch für den Großteil der Elite dieses Landes: Das Verneinen der Existenz von Rassismus - u.a. im Sprachgebrauch - und die ernstzunehmende Diskussion werden bespöttelt und verhöhnt. Dr. Wolf ist in diesem Fall wirklich kein Vorbild. Nicht für mich. Rassismusbekämpfung bedarf engagierter Journalisten eines anderen Kalibers. (einer anderen Größe!)

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(1) ORF IPTV







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