Datum: 15.03.10 16:49
Kategorie: Österreich-Politik, Kommentare

Von: Umar Tall

Salzburg:Rassistische Darstellung von Schwarzen in der ÖVP Anif

ÖVP Anif  als Karikatur ihrer geistigen und politischen Heimat. Dollfuß schau oba.

 

Klar, die ÖVP Anif legt nicht den geringsten Wert auf Rücksichtnahme bei herabwürdigenden Darstellungen, noch würde sie bereit sein, ihr dümmliches Plakat zum Thema „Schwarzbauten“ als so eines zu sehen.  Politisch ist es auch nicht notwendig, denn eine Lobby haben „die Afrikaner“ ja auch nicht.

Sensibilitätstest

Hier gibt es den Sensibilitätstest: Würden sie diese Form der Darstellung mit einem jüdischen Kibbuz auch wagen und mit antisemitischen Klischees spielen? Wahrscheinlich (hoffentlich) nicht, bei manchen FPÖ-Politikern sehe das vielleicht inzwischen anders aus, denkt man an die FP-Vorarlberg, welche  Direktor Loewy, Leider des jüdischen Museums,  antisemtisch herabwürdigte. (1)

FP-Hardlinerin Partik Pable und die wegen ihrer Aussagen verurteilte FP-Politikerin Winter  haben ja ihre rassistischen Aussagen über „die Afrikaner“ schon kundgetan. Die VP zieht seit einiger Zeit nach, wenn sie nicht  gerade – natürlich völlig legitim – als Steigbügelhalter des Rechtspopulismus agiert.

Spiel mit rassistischen Klischees

Die  ÖVP Anif spielt nun also mit rassistischen Klischees. In einem Aufwischen werden alle negativen Assoziationen in eine herabwürdigende Zeichnung verpackt: Halbnackte Afrikaner, natürlich mit Tierfellbadehose, Strohhütten, die, um ordentlich zu sein, weiß gemacht werden müssen, damit sie zivilisiert aussehen. Diese negativ dargestellten Fremden stehen dann symbolisch für den politischen Gegner.

Alte ideologische Gespenster

Zeugt dieser ideologische und geistige Tiefflug vielleicht daher, dass sich führende VP-Funktionäre aus dem CV (Cartellverband) rekrutieren. Deren Aufstieg in den 1930iger Jahre fiel mit dem Ende der parlamentarischen Demokratie und dem Aufstieg Dollfuß´ zusammen und konserviert bis heute eine teilweise ausgrenzende Haltung gegen „die Anderen“.

Warum bezieht sich die quasi „Nachfolgepartei des Austrofaschismus“ mit ihren negativen Assoziationen nicht auf Herrn Dollfuß und macht diese zum Mittelpunkt ihrer politischen Karikaturen? Was das nun böse, blöd oder Satire?

Die ÖVP steht aber zum Führer des Austrofaschismus und beweist damit deren geistige Heimat.  „Dass es im ÖVP-Parlamentsklub das Bildnis von Engelbert Dollfuß immer noch gibt, stört Donnerbauer nicht: “Ja, das hängt!”, sagt er dazu nur.“ (2) Das rassistische Plakate der ÖVP Anif ist kein Wunder, sondern nur konsequent.

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(1) derstandard.at 

(2) politspiegel.at

 







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