Datum: 04.01.09 20:48
Kategorie: Deutschland-Politik

Von: Afrikanet.info/Auswärtiges Amt

Ghana: John Atta Mills ist neuer Präsident. Steinmeier gratuliert

John Atta Mills

 

John Atta Mills vom Nationalen Demokratischen Kongress (NDC) hat sich in der Stichwahl um das Präsidentenamt in Ghana durchgesetzt. Der 64-Jährige erhielt demnach 50,23 Prozent der Stimmen, sein Rivale Nana Akufo-Addo von der bisher regierenden Neuen Patriotischen Partei (NPP) kam auf 49,77 Prozent der Stimmen.

Der Jurist Atta-Mills folgt im Präsidentenamt auf John Kufuor, der seit 2001 an der Spitze der westafrikanischen Republik stand und nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidieren durfte. Die Amtsübergabe ist für den 7. Jänner vorgesehen. Atta-Mills war bereits bei den beiden Wahlen zuvor für das Präsidentenamt erfolglos gegen Kufuor angetreten. Von 1997 bis 2000 war er Vizepräsident unter dem damaligen Staatschef Jerry Rawlings.

Als einziges Land im deutschsprachigen Raum hat Deutschland den neuen Präsidenten schon gratuliert. Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier, der während seiner Amtszeit Ghana bereits zweimal besucht hat, erklärte zum Ergebnis der Wahlen heute (04.01.) in Berlin:

 

"Ich gratuliere Professor John Atta Mills zur Wahl zum Präsidenten der Republik Ghana. Die trotz des überaus knappen Ergebnisses überwiegend ruhig und friedlich verlaufene Wahl ist ein Erfolg für die Demokratie in Ghana! Ein friedlicher demokratischer Wechsel -so wie er sich bislang abzeichnet- ist beispielgebend für ganz Afrika. Die Menschen in Ghana können zu Recht stolz sein auf die lebendige, streitbare, gleichzeitig aber friedliche Entwicklung in ihrem Land.

Vor Professor Mills Regierung liegen große Aufgaben. Vor allem geht es darum sicherzustellen, dass die positive Wirtschaftsentwicklung in Ghana endlich eine spürbare Dividende für alle Ghanaerinnen und Ghanaer bringt. Ich wünsche mir auch, dass es Professor Mills gelingt, seinen hauchdünn unterlegenen Wahlgegner, meinen früheren Außenministerkollegen Nana Akufo-Addo und seine Partei, in die Gestaltung der politischen und wirtschaftlichen Zukunft seines Landes einzubinden.

Die Bundesregierung und ich selbst werden Ghana auf seinem Weg weiter nach Kräften unterstützen." 







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