Datum: 18.02.09 15:14
Kategorie: Österreich-Politik

Von: Radio Afrika TV/Alexis Neuberg

Wien: Bundespräsident Fischer über den rassistischen Vorfall Mike B.

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer über den schwarzen Lehrer der bei der U4 von der Polizei geprügelt und verletzt wurde

Radio Afrika TV:

Herr Bundespräsident, die schwarze Community ist tief erschüttert  von der erneuten Gewalt der Polizei gegen Menschen mit schwarzer Hautfarbe. Ein Afro-  Amerikanischer Lehrer Mike B wurde am Mittwoch geprügelt und liegt im Spital. Was haben Sie als Bundespräsident vor, um Ihre Solidarität mit der African-Community zu beweisen?

Bundespräsident Heinz Fischer

Hier ist offenbar Unrecht geschehen, ich bedauere dies zutiefst.  Das ist nicht zu akzeptieren.  Ich werde mich auch bei den zuständigen Behörden informieren lassen,  und wenn Sie mir die Gelegenheit geben, da möchte ich mich direkt an das Opfer und an die African-Community wenden und sagen,  ich bedauere das. Ich schicke dem Opfer herzliche Grüße und wir werden das  mit einer Gewissenhaftigkeit untersuchen und  überprüfen. So etwas darf sich nicht wiederholen.

Radio Afrika TV

Wollen Sie nicht die Gelegenheit vom Afrika Frühlingsball am 21. März 2009 im Parkhotel Schönbrunn nutzen, um Ihre Botschaft an die Africa-Community zu übermitteln und sich mit der Community zu  solidarisieren. Genau so, wie Sie es beim Operball tun?

 

Bundespräsident Heinz Fischer

Ich gehe traditionell jedes Jahr, ohne Ausnahme,  nur auf einen einzigen Ball, das ist der Opernball. Aber ihnen eine Botschaft zu schicken, das kann ich mir vorstellen, wenn ich eine Einladung dafür erhalte.

Über diese Aggression der Polizei gegenüber Menschen mit dunkler Hautfarbe wird  nächste Woche eine Veranstaltung organisiert, wo die Exekutive, die African-Community, die NGOs , die Politik und  Polizeibehörden über diese alarmierende Situation debattieren werden.

Der Bundespräsident hat auch heute den Verein  „Lernen aus der Zeitgeschichte“, anlässlich  der offiziellen Präsentation des Projektes „ Projekt-exchange“,  empfangen.

In diesem Projekt geht es darum, dass die Integrationspolitik von ImmigrantInnen in Österreich aus der österreichischen Geschichte lernen soll.  SchülerInnen werden Prominente aus der MigrantInnen-Szene interviewen, um daraus die Integrationsgeschichte im Zusammenhang mit der Geschichte Österreichs zu  gestalten.

 

 







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