Datum: 23.04.09 09:33
Kategorie: Österreich-Sport

Von: Redaktion Afrikanet

ORF Sportjournalisten sind rassistische Wiederholungstäter

Das Logo des Vienna City Marathon (c)VCM

ORF Moderator Christopher Ryan: "....Der Sieger darf sich schon eine Banane genehmigen...."

...

Wien Marathon am 19. April 2009. ORF Moderator Christopher Ryan erlaubt sich rassistisch über den Sieger  Kirwa Gilbert-Kipruto aus Kenia zu berichten: "Der Sieger darf sich schon eine Banane genehmigen. Hochverdient. Er kann sich mit dem Preisgeld von 15.000 Dollar für den Sieg – und da kommt noch einiges an Zeitprämie dazu – ein paar Bananen und auch noch andere exotische Früchte mehr leisten." Wie Der Standard berichtete.

Im Jahre 2001 kritisierten wir den ORF Moderatoren Michael Knöppel, der inzwischen nicht mehr für den ORF arbeitet. In seiner Moderation, im Bezug auf afrikanische Marathonläufern sagte er: "Man weiß nicht, wie alt sie sind, sie sprechen schlecht Englisch und kommen wegen des Geldes"

Hier der offene Brief von simon INOU an Michael Knöppel:

Afrikanische Marathonläufer: Man weiß nicht, wie alt sie sind, sie sprechen schlecht Englisch und kommen wegen des Geldes?

Vorurteile feiern während der ORF-Moderation des Wien-Marathons fröhliche Urständ. Der afrikanische Journalist Simon Inou schreibt Moderator Knöppel einen sehr höflichen Protestbrief.

 

Wien am 21. Mai 2001

Betreff: Vienna City Marathon: Falsche Darstellung von ORF1 über die Afrikanische Marathonläufer

Sehr geehrter Herr Knöppel,

Danke für die gute Arbeit, die Sie bei der Moderation des Vienna City Marathons am letzten Sonntag, den 20. Mai geleistet haben. Dank der Technik und Ihrer Arbeit im Studio, haben das ganze Event von zu Hause genießen und mitverfolgen können.

Als Afrikaner haben mich aber einige Ihrer Aussagen über die Läufer aus Afrika gestört. Ich würde gerne wissen, wie Sie zu solchen Aussagen kommen. Hier sind einige Ausschnitte aus Ihrer Moderation:

15 bis 25 min. nach dem Start (vielleicht bin ich nicht ganz genau), Sie sagten: " Wir haben genau recherchiert um wir wissen nicht wie alt genau diese Afrikaner wirklich sind". Haben Sie genau recherchiert? Wenn ja warum haben Sie keine Daten über diese Marathonläufer vom Afrikanischen Kontinent die teilgenommen haben?

Einmal haben Sie vom Rennleiter gesprochen. Dieser sprach mit den Tempomachern. Der Rennleiter wollte auch mit den Afrikanern reden, weil die Afrikaner sehr schnell laufen. Ihre Bemerkung dazu "Sie wissen nicht mit welcher Sprache der Rennleiter mit den Afrikaner sprechen wird. Diese Afrikaner können nur ein Paar Brocken English" Ich kann Ihnen sagen, dass diese Afrikaner aus einige afrikanische Länder kommen wo English als Amtsprache benutzt wird.

Über einen Österreicher der gelaufen ist (derjenige der gebrochen hat) , haben Sie gesagt: Das Geld sei nicht sein Beweggrund. Über die Afrikaner vermuten Sie , sie kommen hier (nach Europa??) nur um Geld zu verdienen. Wie können wir es verstehen?

Herr Knöppel, das sind einige Aussage aus Ihrer gestrigen Moderation. Ich würde sie bitten, wenn es um eine Minderheit in Sportreportagen geht, dass Sie sich Zeit nehmen um die Recherche gut zu organisieren. Mit solchen Aussagen müssen Sie vorsichtig umgehen. Da jede Aussage die nicht korrekt recherchiert ist, sofort Missverständnisse und Konflikte in einer Gesellschaft erzeugen oder wenigsten bestätigen kann.

Wie wir alle wissen ist Sport der beste Medikament gegen Konflikteskalation. Ich hoffe, dass Sie in Ihrer nächsten Reportagen über Ereignisse wo Minderheiten teilnehmen, werden Sie vorsichtiger sein werden.

Als Journalist bin ich gerne bereit Sie, in Ihrer Arbeit zu unterstützen wenn es um die Afrikaner geht.

Mit freundlichen Grüssen

Simon Inou, Wien

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Quelle: Ballhausplatz

 

 







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