Datum: 08.05.09 20:15
Kategorie: Deutschland-Politik

Von: Ricky Reiser/Afrikanet.info

Berlin: Dr. Pierrette Herzberger-Fofana erhält Auszeichnung

Pierrette Herzberger-Fofana und Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (c)privat

Berlin, 5. Mai 2009 - Frau Dr. Pierrette Herzberger-Fofana wurde heute geehrt. Die Stadträtin der Grünen Liste, Dozentin am Ohm-Gymnasium Erlangen für Französisch und Lehrbeauftragte an der Universität Erlangen-Nürnberg fördert vor Ort die Integrationspolitik und setzt  sich gegen Genitalverstümmelung in Deutschland ein.

Sie gehört zu den wenigen Menschen afrikanischer Herkunft, die  in Deutschland ein politisches Amt bekleiden. Sie ist eine der 15 Preisträgerinnen des bundesweit Helene Weber- Preis 2009. 170 Kommunalpolitikerinnen aus ganz Deutschland wurden von den Bundestagsabgeordneten für den Helene Weber Preis vorgeschlagen. 

Die Auszeichnung wurde am 60. Jahrestag des Grundgesetzes zum ersten Mal vergeben und ist nach Helene Weber, einer der „Mütter des Grundgesetzes“   benannt. Ziel dieses Preises ist es, das Engagement von Frauen in der Kommunalpolitik zu stärken. Alle gewürdigten  Politikerinnen, die auch Familienmütter sind,  beweisen dass die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und politisches Engagement kein leeres Wort ist.  

Die Preisverleihung nahm die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, unter Mitwirkung der ehemaligen Bundesministerin Frau Irmgard Adam-Schwaetzer vor. Die Laudatio für die Hauptgewinnerin sprach Dr. Vogel, ehemaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Die Botschaft der Republik Senegal war durch Herrn Ndiaye, dem Kulturattache vertreten.  

Helene Weber war eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“ im Parlamentarischen Rat, der vor 60 Jahren das Grundgesetz der Bundesrepublik verfasst hat.  Sie hat sich sowohl in der Weimarer Republik (1919-1933) als auch im Parlamentarischen Rat und im deutschen Bundestag für die Belange von Frauen eingesetzt. In der Nachkriegszeit  hat sie leidenschaftlich Frauen zum politischen Engagement aufgerufen und dafür geworben, über Partizipation politische Verantwortung zu übernehmen.

Der Preis ist für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine würdige Fortsetzung ihrer Arbeit und eine Anerkennung der Leistungen von Frauen in der Kommunalpolitik, in der sie häufig immer noch unterrepräsentiert sind. 

 







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