Datum: 07.06.09 18:46
Kategorie: Österreich-Gesellschaft

 

Graz - Bundestreffen der AfrikanerInnen mit Erfolg

Graz, 6. Juni 2009 - Mehr als fünfzig AfrikanerInnen aus sechs österreichischen Bundesländern nahmen heute im Media-Center des Grazer Rathauses am ersten afrikanischen Bundestreffen teil. 

Béatrice Achaleke bat um eine Schweigeminute. Im Gedenken aller AfrikanerInnen, die, in den letzten Jahren in Österreich gestorben sind. Aber Gedenken an alle AfrikanerInnen, die heute hier in Graz aus verschiedensten Gründen nicht dabei sein konnten. So begann das erste afrikanische Bundestreffen. 

TeilnehmerInnen waren eingeladen, sich mit dem diesjährigen Thema "Afrikanische Communities in Österreich - Selbstdefinition, Selbstorganisation, Partizipation" auseinanderzusetzen. Ziel war es, ein Abschlusspapier zur zukünftigen Gestaltung der afrikanischen Communities in österreich zusammenzufassen.  

Marie Hartig und Clement Itamah referierten zur gegenwärtigen Situation von AfrikanerInnen in Österreich.  

Anhand statistischer sowie sozio-demographischer Daten durchleuchtete Frau Hartig verschiedenste Aspekte des Lebens von Afrikanern in Österreich. Laut diesen Daten leben derzeit 41.052 Menschen aus Afrika legal im Land Mozarts und Solimans. Ägypter repräsentieren die größte afrikanische Community gefolgt von Nigeria.  Im zweiten Teil ihres Impulsreferats präsentierte sie eine Zusammenfassung ihrer beinahe abgeschlossenen Diplomarbeit, die einen besonderen Fokus auf die Integration von afrikanischen Mitbürgern in Linz legt. Eine Diplomarbeit, die wir gespannt erwarten. 

Am Nachmittag wurden die TeilnehmerInnen eingeladen in vier Arbeitsgruppen gründlicher zu diskutieren: Medienarbeit (Clara Akinyosoye und Alexis Neuberg), Bildung und Arbeit (Ossiri Gnaore), Afrikanisches Unternehmentum (Habiboulah Bakhoum), Kunst und Kultur (Marie-Jeanne Mukeshimana). 

Nach der Präsentation von Ergebnissen der Arbeitsgruppen, die für die Zukunft der Organisation der afrikanischen Communities in Österreich sehr versprechend sind, war gegen 16.32h das erste Bundestreffen zu Ende. Ab jetzt wird in Arbeitsgruppen bundesweit gearbeitet, bis zum nächsten Bundestreffen in einem anderen Bundesland im Jahre 2010, wie sich alle TeilnehmerInnen wünschten. Sie hatten den Eindruck, den Wind of Obamas Change gespürt zu haben. 

Das erste Bundestreffen 2009 folgt dem im Jahr 2008 organisierten Symposium zum Thema "Afrikanische Communities in Österreich - Leben zwischen Ausgrenzung und Partizipation". Beide Veranstaltungen wurden mit kräftiger Unterstützung des Integrationsreferats der Stadt Graz organisiert.

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Moderiert wurde das ganze Bundestreffen von Béatrice Achaleke (AFRA)

Eingeladene Impulsreferenten aber nicht anwesend: Araba Johnston Arthur (krank) und Ike Okafor (krank)







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