Datum: 25.09.09 10:30
Kategorie: Österreich-Gesellschaft

Von: Profil/Wiener Zeitung/Die Presse

Wien: Afro-Österreicher will nicht gestehen.Zwölf Monate Gefängnis

Weil er nicht gestehen wollte, soll der Afro-Österreicher Emeka Abiodun für zwölf Monate ins Gefängnis*. (siehe Bericht im PROFIL, link ganz Unten)

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Callshop-Besitzer bestreitet Widerstand gegen Staatsgewalt.

Wien. (vw) Ein Wiener Callshop-Besitzer, der unter dem Decknamen Emeka Abiodun auftritt, sieht sich als unschuldiges Opfer von Polizei- und Justizwillkür. Er ist im Juni zu einer einjährigen unbedingten Haftstrafe wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt nicht rechtskräftig verurteilt worden. Diese Vorwürfe bestreitet dieser und zieht nun vor das Oberlandesgericht.

Am 15. November des Vorjahres betraten Beamten in Zivil den Callshop, um einen gesuchten Afrikaner festzunehmen. Dem Geschäftsinhaber wird vorgeworfen, einen Beamten von hinten an der Jacke gerissen und sich der Polizei widersetzt zu haben.

Sieht sich als Opfer

Abiodun ist anderer Meinung: Zwei Beamte hätten sein Geschäft gestürmt, den Mann festgenommen und dabei sei es zu einem Gerangel gekommen. Er hätte nicht erkannt, dass es sich dabei um eine Amtshandlung handelte und wollte für Frieden in sein Geschäft sorgen. Als er sich nach der Verhaftung erkundigte, was geschehen sei, sagte man ihm, er solle nicht aufmucken, "sonst schlage ich dir die Bude z’samm".

Abiodun will nun einen Verein für schuldlos verurteilte Menschen ins Leben rufen. Unter der Bezeichnung "Code 46664 Austria" soll eine Plattform gegründet werden. Dies war die Gefangenennummer des Anti-Apartheid-Kämpfers Nelson Mandela, der 27 Jahre in politischer Gefangenschaft war.

Die Wiener Polizei war zu keiner Stellungnahme gegenüber der "Wiener Zeitung" bereit, da es sich um ein nicht abgeschlossenes Verfahren handelt.

Quelle: WIENERZEITUNG

 

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Rassismus-Vorwurf: Amtshandlung oder Polizeiwillkür?

23.09.2009 | 18:24 |  (Die Presse)

Ein gebürtiger Nigerianer prangert ungerechte Behandlung durch die Behörden an. Abiodun gibt an, ihm sei gesagt worden, er solle ruhig sein, "sonst schlage ich dir die Bude z'samm'." Außerdem habe man "Neger" zu ihm gesagt.

WIEN (m.s./APA). Er tritt unter dem Decknamen Emeka Abiodun auf – und sieht sich als Opfer von Polizei und Justiz: Der 50-jährige gebürtige Nigerianer ist nach einer Amtshandlung in seinem Geschäft wegen versuchten Widerstands gegen dieStaatsgewalt zu einer einjährigen unbedingten Haftstrafe verurteilt worden. Die Vorwürfe seien nicht haltbar, meinte er in einer improvisierten Pressekonferenz am Mittwoch. Dabei kündigte er den Gang vor das Oberlandesgericht an.

Zudem will Abiodun nun einen Verein für schuldlos Verurteilte ins Leben rufen. Und zwar unter der Bezeichnung „Code 46664 Austria“, die an die Gefangenennummer des Anti-Apartheid-Kämpfers Nelson Mandela erinnern soll.

Abiodun betreibt ein Geschäft in der Leopoldstadt, in dem mehrere Telefonkabinen stehen. In einem dieser Abteile saß am 15.November des Vorjahres ein Afrikaner, den die Polizei im Visier hatte. Als der Mann festgenommen wurde, soll Abiodun einen der Kripobeamten an der Schulter bzw. an der Jacke gerissen haben. Abiodun gibt an, ihm sei gesagt worden, er solle ruhig sein, „sonst schlage ich dir die Bude z'samm'.“ Außerdem habe man „Neger“ zu ihm gesagt.

Bereits 1998 machte Abiodun unangenehme Erfahrungen mit der Polizei: Als er wegen eines Verkehrsdelikts aufgehalten wurde, wurde er krankenhausreif geprügelt, nachdem er sich geweigert hatte, einen Ausweis zu zeigen. Die Amtshandlung wurde später vom unabhängigen Verwaltungssenat als rechtswidrig erklärt. Aber auch Abiodun musste sich damals vor Gericht verantworten. Und wurde wegen Widerstands verurtei

Quelle: DIE PRESSE

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*Siehe auch Wochenmagazin PROFIL 39. - 21. September 2009, S.32. Die Geschichte können Sie auf der HOmepage von PROFIL hören. Klicken Sie einfach hier.

 

 

 







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