Datum: 24.02.11 19:24
Kategorie: Österreich, Österreich-Gesellschaft

Von: Clara Akinyosoye

Wiener Taxiunternehmen gegen Rassismus

Mit der Bitte auf einen „inländischen Taxifahrer“ kommt man in Wien nicht mehr weit.

Wer ein Problem damit hat von einem neo-österreichischen bzw. schwarzen Taxifahrer chauffiert zu werden, hat Pech gehabt. Zumindest, wenn er das Taxi telefonisch bestellen will.

Afrikanet.info hat einen Testlauf gestartet und bei 31 300, 40 100 und 60 160 nach einem Inländertaxi gefragt. Während es, wie der Falter Artikel „Wir müssen draußen bleiben“ zeigte, im Jahr 2002 noch möglich war bei 31 300 ein Inländertaxi zu bestellen, war dies heute nicht der Fall.

Alle Telefonistinnen reagierten auf die Bitte nach einem Inländertaxi auf dieselbe Art und Weise. Man wies darauf hin, dass man einen Fahrer schicken werde, der gut Deutsch kann.

Bitte keinen Schwarzen

Die Frage, ob man zumindest sicherstellen könnte, dass der Taxifahrer kein Schwarzer ist, verneinten alle drei Telefonistinnen mehr oder weniger vehement.

Die Reaktionen reichten von gutmütigen Erklärungsversuchen wie: „Ich kann da leider nicht selektieren“ (40 100) über heftigen Überzeugungsversuchen wie: „Alle haben die Prüfung bestanden. Es ist doch egal, woher die Person stammt“  (31 300), bis hin zu lauten Maßregelungen, wie: „Wir haben hier keine rassistische Aussortierung“ (60 160).

Wir finden das erfreulich. 

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African Taxi Association Wien







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