Datum: 14.05.13 21:53
Kategorie: Österreich-Gesellschaft

Von: Redaktion

Literaturwoche Äquatorialguinea in Wien

Von 14. – 17. Mai 2013 findet in Wien zum zweiten Mal die „Literaturwoche Äquatorialguineas“ statt.

Äquatorialguinea ist einer der kleinsten Staaten Afrikas. Seit 45 Jahren ist die ehemalige spanische Kolonie unabhängig. Obwohl ein Großteil der Bevölkerung Fang als Muttersprache spricht, hat Äquatorialguinea Spanisch und Französisch als Amtssprachen.

Durch die reichen Erdölvorkommen nähert sich das Pro-Kopf-Einkommen theoretisch dem eines Staates in Europa an. In der Realität ist das Armutsrisiko für die Bevölkerung besonders hoch. Immer wieder gelangen Menschenrechtsverletzungen aus dem diktatorisch strukturierten Staat an die Öffentlichkeit.

Durch die politisch instabile Lage leben die meisten Autoren und Autorinnen im Exil. In ihrem Werken thematisieren sie die Situation der guineischen Bevölkerung. Da es in Äquatorialguinea weder Verlage noch Büchereien gibt, sind die Schreibenden in einem ständigen Dilemma.

Um den unvergleichlichen Stimmen der guineischen Autorinnen und Autoren Gehör zu verschaffen, sind auf Initiative des Vereins Birdlike und unter dem Ehrenschutz des Schriftstellers Erich Hackl drei AutorInnen in Wien zu Gast.

Die Autorin Remei Sipi Mayo lebt und arbeitet in Barcelona. Neben ihrer viel beachteten Studie über die Situation der MigrantInnen aus Äquatorialguinea in Spanien, hat sie zwei Bände mit Kurzgeschichten veröffentlicht.

Juan Tomás Ávila Laurel, von Beruf Krankenpfleger, war einer der wenigen Schriftsteller, die sich entschieden hatten, in Äquatorialguinea zu leben und zu arbeiten. 2011 – nach einem Hungerstreik und einem offenen Brief an den spanischen Parlamentspräsidenten – verließ er seine Heimat und lebt seither in Barcelona. Er zählt zu den produktivsten Autoren und ist mit allen Genres vertraut. Neben Romanen, Erzählungen, Gedichten und Theaterstücken hat er ein Drehbuch verfasst.

Joaquín Mbomío Bachen lebt heute in der Schweiz. Während seines Studiums wurde er des Hochverrats beschuldigt und zur Zwangsarbeit verurteilt. Nach seiner Befreiung gelang ihm 1980 die Emigration nach Frankreich. Der Lyriker arbeitet als Journalist für Radio Zones.

Diskussionen, Konzerte, Filmvorführungen und eine Ausstellung runden das Programm der Literaturwoche ab. 

Detailliertes Programm unter

http://birdlikeculture.wordpress.com

 

 

 

 







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