Datum: 05.06.13 18:28
Kategorie: Deutschland-Gesellschaft

Von: Dr. Pierrette Herzberger-Fofana

Bill Clinton feiert in Berlin den 50. Geburtstag der afrikanischen Union

©Dr. P. Herzberger-Fofana, Präsident Bill Clinton und Bundesentwicklungsminister, Dirk Niebel begrüßt einen Gast. Hotel Adlon Berlin 26.5.13 ©PHF

Anlässlich des 50. Jubiläums der Gründung der Afrikanischen Union am 25.5 1963 fanden in der Bundeshauptstadt Berlin zahlreiche Aktivitäten statt. Eines der wichtigsten Ereignisse im Rahmen  der Feierlichkeiten im Bundespräsidialamt war die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen der Clinton Stiftung und dem Bundesministerium für wirtscvhaftliche Zusammenarbeit (BMZ)  in Berlin.

Am Sonntag, den 26. Mai 2013 unterzeichneten in Hotel Adlon Berlin der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, Gründer der Clinton-Stiftung, und Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister,  Dirk Niebel eine Ko­ope­ra­tions­ver­ein­ba­rung, deren Schwerpunkte Landwirtschaft und Gesundheit in Malawi sind.

Malawi ist seit 1993 ein demokratischer Staat in Südostafrika und erlangte seine Unabhängigkeit am 6. Juli 1964 vom Großbritannien. Malawi hat circa 15 Millionen Einwohner und die Hauptstadt ist Lilongwe. Der größte Schriftsteller Jack Mapanje musste 1981 aus dem Land fliehen, nachdem er sein Gedichtband, eine Satire gegen die damalige Regierung  „Of Chameleons and Gods (dt: Und Gott ward zum Chamäleon“)  veröffentlicht hatte.

Heute ist er ein willkommener Gast in seiner Heimat und hält Lesungen in Schulen und an den Universitäten. Gemeinsam mit dem BMZ wird die Clinton Stiftung die Bemühungen intensivieren, Malaria und andere Krankheiten  in Malawi zu bekämpfen. In der Tat ist Malaria in ganz Afrika, die häufigste Todesursache. In den ländlichen Gebieten liegt die Säuglingssterblichkeit bei 80 pro 1000, die Müttersterblichkeit bei 1.100 pro 100 000 Geburten; nur 54 der Geburten können medizinisch betreut werden. Die medizinische Unterversorgung der Landbevölkerung stellt gravierende Probleme für die Entwicklung Malawis dar. In seiner Rede sagte der Bundesminister, Dirk Niebel:

"Private Stiftungen wie die Clinton-Stiftung sind neue Ak­teure der in­ter­na­ti­o­nalen Zu­sam­men­ar­beit. Sie leisten wertvolle Beiträge zur Lösung von glo­ba­len Problemen. Das BMZ baut deshalb die Ko­ope­ra­tion und den Aus­tausch mit Stiftungen aus. Es geht darum, neue Ansätze der Zu­sam­men­ar­beit zwischen Staat, Zivil­ge­sell­schaft, Stiftungen und Unter­neh­men zu ent­wickeln, um ge­mein­sam nach­hal­tige Lösungen zu finden.“

Präsident Clinton betonte, dass nur die Zusammenarbeit mit Deutschland und Malawi auf der Basis einer gleichberechtigten Partnerschaft und auf Augenhöhe mit afrikanischen Partnern gemäß den politischen Grundlagen der Bundesregierung zum Erfolg führen kann.

Die Gesundheitsprävention ist das Hauptziel der deutschen Zusammenarbeit in dieser afrikanischen Region. Daher wird die Clinton Stiftung gemeinsam mit dem BMZ Projekte zur Verbesserung der ländlichen Gesundheitsversorgung durchführen. Es geht darum zusätzliche Gesundheitszentren in unterversorgten ländlichen Gebieten einzurichten, um den Lebensstandard der Bevölkerung zu erhöhen, damit die malawische Landbevölkerung Zugang zu Basisgesundheitsdiensten erhält. Diese Gesundheitszentren werden in Gebieten gebaut, in denen die Clinton-Stiftung bereits aktiv ist. Die Stiftung führt zahlreiche Projekte in Malawi auf dem Gebiet der Ökologie durch. Sie unterstützt Bauern, damit sie vielfältige Produkte anbauen, die zu einer gesunden Ernährung der Bevölkerung und zum Wohlstand beitragen können. Es ist das erste Mal, dass Deutschland vertreten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) mit der Clinton-Stiftung in Afrika zusammenarbeitet. Das BMZ wird insgesamt bis zu 2, 4 Millionen Euro zu Verfügung stellen.

Wir können eine solche Initiative nur begrüßen und hoffen, dass sie zu einer nachhaltigen Entwicklung der gesundheitlichen Bevölkerung in dieser Gegend Afrikas führen wird, die mit allerlei gesundheitlichen Problemen konfrontiert ist. Die Clinton-Stiftung wird ihr Engagement auf andere afrikanischen Länder ausdehnen und hofft damit auch das Wirtschaftswachstum zu stärken.

Das BMZ arbeitet eng mit afrikanischen Staaten zu­sam­men und strebt an, die wachsende weltpolitische Bedeutung Afrikas auf der internatonale Bühne  hervorzuheben.

Quelle:

1. Dr. Pierrette Herzberger-Fofana . Bill Clinton fête le 50 ème anniversaire de l’Union africaine en Allemagne 01/06/2013 http://www.grioo.com/ar,bill_clinton_fete_le_50_eme_anniversaire_de_l_ua_en_allemagne_,23526.html; http://fr.africatime.com/panafrica/articles/bill-clinton-fete-le-50eme-anniversaire-lunion-africaine-en-allemagne; http://www.setal.net/BILL-CLINTON-FETE-LE-50-eme-ANNIVERSAIRE-DE-L-UNION-AFRICAINE-EN-ALLEMAGNE_a15256.html (Sénégal)

http://www.aminata.com/bill-clinton-fete-le-50eme-anniversaire-lunion-africaine-en-allemagne/ (Guinée) 3.6.13

pressafrik.com, http://www.pressafrik.com/Bill-Clinton-fete-les-50-ans-de-l-OUA-en-Allemagne_a104301.html

Santé : Bill Clinton en Allemagne pour renforcer la lutte contre le Paludisme en Afrique http://xibaaru.com/sante-bill-clinton-en-allemagne-pour-renforcer-la-lutte-contre-le-paludisme-en-afrique/29 may 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 







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